Mittwoch, 21. Oktober 2009

Eh Marküüüs






Nach drei Tage Putain (ein tolles französisches Wort was ich gelernt hab, was wie Fuck gebraucht wird, aber eigentlich mit Hure übersetzt wird) Plastik picken und Pipes aus dem Boden ziehen, hatte ich also kein Bock mehr. Eigentlich sollte man ja meinen, die Australier sind Umwelt bewusst wegen Ozon unso. Denkste, die Scheißen da total drauf. Diese Unmengen an Plasitkfolien und Kunstoffpipes werden einfach verbrannt. Der Koreaner der seit fünf Monaten auf der Farm hacklt, hat uns erzählt, wenn die des anzünden ist die Farm zwei Tage nicht betretbar, wegen der krassen giftigen Dämpfe. Warum sollten se sich auchs ums Ozonloch scheren, über Australien gibt’s eh kein Ozon mehr, nur noch ein rießiges Loch. Is für den Hautkrebs wie ne schriftliche Einladung. Naja, soviel dazu.


Eigentlich wollte ich ja ausschlafen, aber Sylvain hat in der Früh einen so unglaublichen Lärm gemacht, das ich ab 5:30 auch nimma einschlafen konnte. Als würde es nicht schon reichen das er schnarcht.....Putain Sylvain. Spätestens um halb 8 hätt mich eh Aurelie geweckt um David, ein Spezl von den zweien den ich schon gut aus Maroochydore kannte, von der Busstation abzuholen. „Ey Marküüüüs, how are you?“ Ich weiß nich warum, aber die Franzosen bekommen des einfach mit meinem Namen nich gebacken. Wat solls, die können auch kein „H“ sprechen.
„It`s very ot“ - „what“ - „ot“ - „spell?“ - „h o t“. Achso! Mit den Franzosen kann man echt viel Spass haben. "Änschenbruscht". Plan der deutschen Mädels Kathi und Sabine war geplant, das se am Donnerstag ihren letzten Tag haben, aber Sie haben anscheinend noch ne Woche verlängert. Bleed für David, muss er no Woche auf nen Job warten. Und in Proserpine gibt’s rein gar nix zu tun den ganzen lieben langen Tag außer: Chillen, zur Bücherei gehen, Bier trinken, warten bis die andren von der Farm kommen und das Opposum beobachten wenns vom Strommast kommt und um unseren Tisch fetzt.


Das gute wenn man mit den Leuten lebt mit den man arbeitet, ist, das man mit ziemlich jeden sofort cool is. Jeder ist nett und hilfsbereit. Kommt natürlich auch drauf an ob man den seine Sprache spricht. Adrian war son Kandidat. Ein Liverpooler der das dreckigste Bauern Englisch spricht, das ich je gehört hab. Ich habe generell keine Probleme mit Engländern, die Iren sind manchma strange aber Ok, an die Redneck Aussis gewöhn ich mich. Der Bengel schiest aber komplett den Vogel ab. Am ersten Tag auf der Farm dachte ich mir: „Was zum Teufel spricht der Kerl fürne Sprache?! Is das Holländisch? Aber die andren scheinen Ihn halbwegs zu verstehen?!“ (kleiner Einwurf: Es wird immer wieder gesagt, der korrekte Name Hollands, ist Niederlande und Holland ist lediglich ein Teil der Niederlande. So wird das sogar in manchen Schulen gelehrt. Ich hab mit Holländern an der Sunshine Coast gesprochen und die meinten, das is totaler Bullshit und haben noch nie was davon gehört. Das ma hierzu.) Zurück zu Adrian. Der Kerl hat mehr „CHs“ in seine Sätzen untergebracht als die Türken „Ös“, was ich bis dahin für ein Ding der Unmöglichkeit hielt. Die andere Hälfte des Satzes wurde einfach verschluckt. „Looch ovrtha“ Fuck alda, mit mir musste Englisch Sprechen. Sogar die Engländer hatte Probleme mit der Sprache. Scheint wohl des Ossi-Englisch zu sein.



Fürs Samstag war ein Besuch in Airlie Beach geplant, wo grade ein Festival stattfindet. Der Letzte Bus fährt Samstag Abend um 18:15 von Proserpine nach Airlie Beach und sind nur 40 Minuten fahrt. Und wie komma zurück? Gar ned, wir schlafen dort am Strand.... hmmm, hört sich interessant an. Bissl Am Strand abchillen, etwas trinken und der Livemusik lauschen. Adrian, Jan, Niko und der andere Sylvain sind ge-hitchhiked, oder wie der Franzose sagt „Itchike“, bis auf Gabriel, Bris und Eren war auch jeder dabei. Sogar Flo, Nadine und Steffen die grade in Airlie angekommen sind fürne Whitsundays Tour, sind zu uns gestoßen. Am Strand schlafen hörte sich nicht allzu bequem an, deshalb war das primär Ziel des Abends ein guter Rausch für guten Schlaf. Und der Braumeister hat ordentlich zugeschlagen. Naja, war ja auch nich anders zu erwarten. Primär Ziel erreicht! Normalerweise grausts mich vor dem wiederlichen Goon, eine Schande das sich sowas Wein schimpfen darf. Mit Limo gemischt wars halbwegs trinkbar. Is wie auf der Wiesn, nachm zweitem Mass is scheißegal wies schmeckt. Nur das diese zwei Liter a weing mehr Knallen. Das hat dann auch dazu geführt das ich um ca. 23 Uhr schon gepennt hab. Ich hab nich mitgezählt, aber ich glaub ich hab ne ganze Box allein getrunken. So hat sich zumindestens mein Kopf am nächsten Morgen angefühlt. Und zum Festival hats auch keiner geschafft.


Eigentlich wollt ich ja am Sonntag aus Checken. War wohl nix. Die Mädels wollten Kaiserschmarrn machen um des ma den Engländern näher zu bringen. Gute Idee, ich hab seit Adelaide nichmehr gekocht. „Weiste den ausm Kopf wie das geht?“ Na klar weiß ich das! Sofern alle Utensilien da sind. Mir wurde versichert, ja wir haben ein Rührgerät. Das Rührgerät hat sich aber im nach hinein als elektrisches Brotmesser rausgestellt. Is Blöd wenn man Schubladen nur halb öffnet und nur einen weißen Griff sieht. Und nu? Kaiserschmarrn wie im Mittelalter. Wir hatten nichma einen Schneebesen, also hab ich zum Teig anrühren eine große Fleischgabel benutzt. Hat sogar ganz gut geklappt. Jetzt stand noch das Problem mit dem Eischnee im Weg. Hilft nix, muss wohl die Muskelkraft herhalten. KURWA war das anstrengend. Nach ner Viertel Stunde wie ein blöder Luft unter das Eiweiß haun immer noch kein fester Schnee. Drauf geschissen, um die Masse fluffig zu machen wird’s schon reichen. Das Ergebniss war nich Perfekt aber dennoch sehr gut. Und allen hats geschmeckt. Was ich alles drauf hab, der Wahnsinn.


Nun war Check Out am Montag angesagt und Diana die Hausherrin war nich da. Auf meine Frage nach dem Key deposit von 50 Tacken sagte mir eine Freundin von Diana, die das Haus in der Abwesenheit verwaltet: „weist du, Diana is nich da, Sie kommt erst spät Abends und ich hab kein Geld hier und überhaupt muss ich mit Diana sprechen ob das alles seine Richtigkeit hat“. Dann mach ma hinne Alte ich will den Bus um 18 Uhr erwischen. Nach einem Telefon gespräch wurde mir dann versichert, das Diana mir das Geld überweist abzgl. Der Nacht von Sonntag auf Montag. Da dies mein letzter Tag mit den Franzosen war, nachdem wir zwei Wochen rumgezogen sind und ich am Tag vorher Spass am kochen hatte, hab ich für Sie gekocht. Basa Filet an Tomaten-Chilli Ragout mit Erdnuss-Orangen Soße und Knoblauch-Zitronen-Kokosmilch-Reis. Hört sich geil an, wa? Das war es auch! Ich denke ich hätte auch des Zeug dazu mich hier als Koch zu bewerben.
Da es nun schon relativ spät war als des Essen fertig war, habich beschlossen, diese Nacht bleib ich noch. For Free. Diana war nich da, und wusste nur das ich auscheck. Am besten also dann abhauen wenn die andren grad auf dem Weg in die Arbeit sind und ich im Haus alleine bin. Problem war, die Alte fährt nich den Bus zur Farm sondern irgendson Magger. Am besten wärs wenn Diana am Abend zurück kommt, denn die fährt den Bus immer selber und die Alte is weg. Gegen 21Uhr isse dann gekommen und hat mich nich gesehen. Das lief ja wie am Schnürchen. David und Sylvain dürfen jetzt nur nich verplanen mich am nächsten Morgen zu wecken bzw. der Wecker muss einwandfrei funzen.


5:40 Uhr ich hör wie der Bus abfährt. Optimal, noch in Ruhe Duschen gehen und dann aufbrechen. Moralische Einwände? Is das nicht Erschleichung von Dienstleistung oder Diebstahl? Hey, mir Scheißegal! Ich bin Lowbudget Reisender und außerdem hat se mir 200 für die Woche abgeknöpft. Das kann ich schon mit meinem Gewissen vereinbaren. Gegen Zehn nach 6 war ich dann am Bus....aber der fährt erst um 7:50 Uhr. Jesus, fast 2 Stunden warten. Erst wollt ich mich an die Straße stellen und Trampen, wär aber blöd gewesen, wenn Diana mich zufällig gesehen hätte. Nun is aber nix mehr mit jeden Morgen „Ey Marküüüüs“. Hatte mich schon irgendwie daran gewöhnt. In Airlie Beach bin ich dann in das Koala gezogen. 100$ fürne ganze Woche war natürlich Optimal. Ich wohn nich in einem Zimmer sondern in einer kleinen Hütte für 6 Personen mit eigenem Badezimmer. Eine...hmmm...nennen wir es mal Küchenzeile is auch vorhanden, allerdings ohne Herdplatten. Ein großer Komplex mit ca. 30 Hütten, Swimmingpool und Kokosnusspalmen säumen die Wege. Richtiges Tropenfeeling. Und ich teil mir die Hütte lediglich mit nem walisischen und nem englischen Mädel. Coles, die günstigste Einkaufsmöglickeit is zwar drei Kilometer entfernt, is aber ein netter Spaziergang an der Küste. Die Umgebung ist wunderschön mit Azurblauem Wasser und am selben Tag ist auch gleich Aurelie zu beusch gekommenund. Wir ham den Tag am Strand verbracht und sind n bissl durch Airlie geschlendert. Was sollse auch allein machen im Putain Proserpine. Ich schau mich jetzt hier die Woche nach nem Job in Airlie und auf den Whitsunday Inseln um. Hab auch heute schon ein paar Bewerbungen für Jobs auf der Lindemann Insel Resort und den Haymann Insel Resorts abgeschickt. Das wär natürlich Traumhaft. Wir werden sehen. Eine angenehme Bräune habe ich auch schon bekommen. Das kann man hervorragend an dem Streifenmuster an meinen Füßen beobachten, die meine Sandalen hinterlassen haben.




Donnerstag, 15. Oktober 2009

Vom Paradies übers Fegefeuer in die Hölle


Ich war bis Freitag eingebucht und hatte Bock mal wieder n bissl was zu tun. Eigentlich wäre ich schon noch gern etwas in Maroochydore geblieben, aber so langsam mal wieder was arbeiten, wäre natürlich ned schlecht. Also am Donnerstag erstma „laid back“ ins Plaza in den Food Court für mein Kostenloses Internet, zum Woolworths Wasser und Nahrung besorgen und wieder zurück zum Hostel. Es war so schön vormittags bei angenehmer Wärme auf der Veranda zu sitzen.




Mittags bin ich, mit den beiden Jungs aus Manchester Adam und Mike, an den Strand und etwas Schwimmen gegangen. Zugegebn, die beide erwecken ein bisschen den Eindruck als würden Sie einer der Manchester Fussball-Firmen angehören, waren aber zwei echt sehr coole und korrekte Jungs. Nur 5 Minuten vom Hostel ist ein sehr geiler Strandabschnitt. Angenehme Wasser Temperatur, eine leicht salzige Meerluftbriese und Sonnenschein (gestern hat man mir gesagt, bei euch Schneits :D). Von einer ca. 80cm hohen Steinmauer konnte man wunderbar ins tiefere Wasser hechten. Wenn man das konnte....den Mike konnte das nicht nicht. Was kann denn bitte daran so schwer sein, mit Arme und Kopf voraus ins Wasser zu springen. Is ja keine Stein- oder Betonmauer an der man sich verletzen könnte. Nach sehr vielem Gelächter über die ersten 5 Fehlversuche, weil er einfach nich gecheckt hat, das er im Prinzip einfach nur mit gestreckter Haltung ins Wasser springen, klappte es dann doch noch. Aber dann mit Anlauf von der Mauer abspringen war zuviel für Ihn. Und noch mehr Gelächter. War schon ne harte Überwindung für Ihn, überhaupt los zu laufen. „Mike, komm schon! Tu es! Was würdest du tun wenn du die Queen retten müsstest“ „- Ich Scheiß auf die Queen“ - Mike, komm schon, sei nich sone Pussy“ - „Ich tu es, ich tu es“ -“Dann tu es auch und laber nich nur“. Natürlich tat er es nicht. Zwischendrin machte ich mir mal ein paar Gedanken wo es mich als nächstes für Arbeit hinziehen könnte. Hmmm...vielleicht Bundaberg. Da ist eigentlich immer für irgendwas Saison und Arbeiter werden da generell auch gesucht.









Am Abend haben mich Aurelie und Sylvain gefragt, wie den mein Plan ausschaut, weil Sie auch nur bis Freitag eingebucht sind. Gute Frage! Da Bundaberg mit dem Bus nur 7 ½ Std und 37$ erntfernt liegt, kommt des schonmal in die engere Auswahl. Die zwei Franzosen wollten auch nach Bundaberg, da wo das Great Barrier Reef beginnt. Nun stand ich vor der Wahl. Hier bleiben und abchillen und nachm Job umschauen, oder mit den Franzosen Richtung Bundaberg aufbrechen. Brech ma mal auf, is immerhin ne Möglichkeit. Am Abend hatte mir Linda noch erzählt, das Sie vor Maroochydore in Bundaberg war , dass es da grad keinen Job gab und das Sie nach einem Tag wieder gefahren is. Aber das war immerhin drei Wochen her. Der Abend war etwas traurig, da es mein letzter Abend war hier war. Ein Wunderschöner kleiner Ort, ein 1A Hostel und unglaublich geile Leute. Hier habe ich bisher meine schönste Zeit verbracht. Später sind dann auch noch Alex, die zwar in nem anderen Hostel wohnt, hier aber 6 Wochen verbracht hat und fast jeden Abend bei uns abchillt und Claire, die grad bei ner Freundin wohnt vorbei gekommen.


Tags darauf hab ich im Federal Backpackers Bundaberg angerufen und gefragt wies mit freien Dorms und Arbeit ausschaut. „ Das sollte kein Problem sein mit der Arbeit“, sagte die Olle mir noch am Telefon. Dann auf nach Bundaberg. Das der Bus erst um 23:05 ankommt hab ich der alten auch gesagt. „Jaja, wir holen euch ab.Falls keiner da ist, einfach anrufen“ Das will ich doch hoffen. 7 ½ Std Busfahrt, wenigstens gabs on Board Entertainement in Form von DVDs...und was lief. Free Willy 2.....
Lieber etwas Musik hören. Oh Shit, meine Kopfhörer funktionieren nicht mehr. Kreizsacklzement, und der Früh funktionierten Sie noch einwandfrei. Grober Abturn. Der zweite Film war dann schon geiler. Es lief 21. Guter Film mit guter Besetzung. Als ma dann endlich in Bundaberg angekommen sind, hat uns niemand abgeholt. Auf mein Anruf ging nur der AB ran. Was soll den der Scheiß! Am Busbahnhof waren noch ne Amerikanerin und n Franzose, die gar kein Plan wo Sie hinkönnen, bzw, wo noch ne Rezeption offen ist. Am besten einfach ma mitkommen. Der Ort machte gleich einen Sehr schäbigen Eindruck. 30 Meter nach dem Busbahnhof waren ein Kerl und eine Tussi die sch gestritten haben. „Gib mir das Scheiß Geld du Schlampe, du hast es fallen“ - „Ich geb dir garnix“ - Du Scheiß Schlampe, halt deine Fresse und gib mit die verdammte Kohle.“ Hier geht’s ja ma ab, gleich ma nen super Eindruck gewonnen. Nach 10 Minuten Fussmarsch waren wir am Hostel angekommen...und es war niemand da. Warum hab ich der Tussnelda den gesagt das ich spät ankomm?! Wieder versucht anzurufen, wieder nur der AB. Meg, die Amerikanerin ist dann von Motel zu Motel und zum nächsten Hostel gesprintet, aber überall war die Rezeption geschlossen Nach ner Zeit hat dann so a Kaschperl die Tür aufgesperrt und gfragt ob wir accomadation suchen. Eigentlich schon, deshalb hatte ich ja angerufen. „Hat auch keiner abgeholt“ Vermutlich nich du Depp, sonst wär ich nich ne halbe Stunde draußen gestanden und hätt mir des Scheiß AB gelaber angehört.



Der nächste Morgen begann damit, das ich Mit Aurelie n bissl durch die Stadt marschiert bin und gschaut hab ob wir ein besseres Hostel finden. Den unseres war wirklich krass abgefuckt. Abgefuckt is gar kein ausdruck eher abgefuckt²². Und Arbeit hatte Sie auch keine. Warteliste zwei Wochen. Das Footprints Feedinggrounds sah nett aus und hatte nur gute Bewertungen erhalten. Da gehma am besten glei ma vorbei und schaun was Sache is. Die Dame dort war wenigstens gleich ehrlich als Sie sagte, die Lage ist derzeit sehr schlecht weil die meisten Jobs an Locals vergeben werden. Im letzten Jahr gab es mehr Jobs als Backpacker, dieses Jahr is das allerdings schon andersrum. Also, was mach ma nun. Die Stadt ist ein einziges Rattenloch und Jobs gibt’s auch keine. Meine Gedanke wär ja gewesen zurück nach Maroochydore und da nochn bissl weiter nach nem Job umsehen, aber Sylvain meinte, er hat über David, einem Franzosen, aus Maroochydore der auch aus Avignon stammt einen Kontakt, dringend vier Leute in Proserpine für einen Verpackungsjob sucht. Und ratet ma was? Rund, rot und hat einen grünen Stengel. Tipp: Es ist kein betrunker Weihnachtsmann der ohne Suspensorium Susi Kentikian angegrapscht hat. TOMATEN. In nem Schuppen Tomaten in ne Kiste zu packen, hört sich eigentlich ganz gechillt an. Aber Maroochydore is nich so weit weg und Wunderschön, aber der Bus wäre erst um 3:30 in der Früh abgefahren. Als dann auch noch n betrunkener Kerl vorbeikam der bissl aussah wie ein Skin und meinte „hier solltet hier nicht bleiben, das is ein sehr gewalttätiges Gebiet.“ Hat ich dann doch weniger Bock 4 Stunden Nacht allein anner Bushaltestelle im Ghetto abzuchillen. Und der Job schien ja sicher zu sein. Wieder 10 Stunden Busfahrt. Diesmal konnt ich glücklicherweise durchschlafen.



In Proserpine an der Adresse die wir bekommen hatten angekommen, kam dann erstma die böse überraschung. Diane der das Hostel gehört sagte uns, Sie hat generell keinen Verpackungsjobs, derzeit nur auf ner Tomatenfarm die schwarzen Plastikplanen aufsammeln und die Wasserpipes aus der Erde ziehen. Allerdings auch nur einen Job.Aber generell wüsste Sie nix von so einem Kontakt, der solche Jobs über Sie vermittelt.Das war nun blöd. Was nu.Wärste mal lieber im Paradies geblieben, Sylvain hat nochmal seinen Kontakt angerufen. Der sagte, er sei grad nicht in Proserpine, aber er ruft Diana an und er soll sich Morgen nochmal melden. Wir haben dann beschlossen das ich den Job mache. Was soviel heisst am nächsten Morgen um 5:00 Uhr aufstehen, um 5:50 ist abfahrt und um 7 Uhr geht die Arbeit los. 8 Stunden am Tag mit 20 Minuten Smoko (kleine Pause) und 30 Minuten Mittagspause, von Montag bis Freitag. Hut, Handschuhe, genug Essen und Mindestens 3 Liter Wasser. Der Job ist für 8 Wochen möglich. Ich verdien 500$ die Woche und das Hostel kostet 200 in der Woche, was echt nicht günstig ist, aber dafür nicht allzu groß, sehr sauber und 2 Bett Zimmer Am ersten Tag dachte ich mir. Und die Arbeit war wirklich extrem hart. Sapralott, da schlackerst echt mit die Ohrwaschl. Nach dem ersten Tag dachte ich mir. FUCK, des machste maximal ne woche. Am Abend ham mir dann Gabriel und Bris erzählt, das heut ein relativ relaxter Tag war. Bitte was?! Aller klar!Die Arbeit ist Hart, sehr schmutzig und staubig und extreme Hitze. Die Folien auf denen Unglaublich viele Steine liegen raus reissen möglichst ohne Beschädigung und dann die Wasserpipes aus ca. 30cm tiefer Erder ziehen. Kurwa, ist das Anstrengend. Respekt vor den Landwirten, das is echt ne scheiß Arbeit. Von wegen 3 Liter, ich hab 6 Liter getrunken.


Am ersten Tag dachte ich mir, das machste höchstens ne Woche. Ich war am Abend fertig, wie schon lange nicht mehr, der Scheiß war echt anstrengend. Nach dem zweiten Tag wusste ich dann was die Beiden Jungs gemeint haben. Die Bahnen waren noch dichter mit Steinen besiedelt und die Rohre noch tiefer in der Erde. Ich hab kein Bock mehr, heute ist mein letzter Tag. Ich hab schon überall Blasen, Blesuren, Kratzer und Schrammen. Und 7 Liter getrunken. Aber eigentlich muss man den ganzen Tag nicht aufs Klo, den man schwitzt wirklich alles restlos wieder aus. Sehr ungechillt isses auch, wenn man verplant am Abend vorher sein Wasser in den Kühlschrank zu stellen. Warmes Wasser ist nicht sehr erfrischend wenn man hart arbeitet. Am 3ten Arbeitstag hieß es dann schon um 5:30 antreten zur Abfahrt. Ab sofort wird eine halbe Stunde früher begonnen. Aber diesmal war ich so Schlau mir gleich 5 Liter Wasser einzufreieren, damit ich den ganzen Tag kaltes Wasser hab. Sehr erfrischend isses sich das Eiskalte wasser über den Kopf zu Kippen. Is zwar erst Scheiß kalt, aber nach 15 Minuten ist man eh wieder trocken. Hierbei ist der Wind ein sehr guter Freund, da man durch die Nässe ständig gekühlt ist. Trotzdem muss ma jede Bahn was trinken und pro Bahn kann man ca. 15min., veranschlagen. Der 3te Tag war noch härter, noch heißer noch weniger Wind. Nach der Smoko dacht ich mir, warum tust du den Scheiß. Eigentlich haste gar kein Bock. Jetzt machste Schluss. Das gleiche dachte ich mir in der Mittagspause. Noch 2 Stunden zu absolvieren. Verdammt, ich sterbe hier. Für 300$ bzw. 200$ die mir nach Essen und trinken bleiben, ist das echt derbe unterbezahlt. Schau ich aus wie a Sklave oder was. Nach dem Tag hab ich mich dann entschlossen zu kündigen. Sylvain macht nun den Job. Bin ma gespannt was er heut Abend zu berichten hat. Achja ja, einer der Engländer hat gestern die Plane hochgehoben und darunter saß eine King Brown, die zweit tödlichste Schlange Ausstraliens, nach dem Inlands Taipan. Der Farm bedienstet hat Ihr aber glei den Gar ausgemacht.


Hier in Proserpine gibt es gar nix außer Rednecks, unzählige Fledermäuse, Geckos und ein Opposum das jeden Abend auf den Strommast kletter und dann nich mehr checkt wie es runter kommt. Was für ein dummersVieh. Aber ich bin hier erstma bis Sonntag eingebucht und danach ma schaun. Vorraussichtlich nach Airlie Beach und von da aus ne 5 Tages Tour über die die Whitsundays und Fraser Island.







Mittwoch, 7. Oktober 2009

Maroochy wer?

Nachdem ich länger nicht mehr geschrieben hab, ein ausführlicher Status Report.


Mein letzter Tag in Brisbane begann sehr entspannt, eigentlich wie jeder Tag. Primär Ziel für den Heute bevor ich den Bus nach Maroochydore erwischen muss: Die Silikon Dinger für meine Kopfhörer! Diesmal hab ich sogar den JB Hifi gefunden...allerdings hatte Sie das das letzte Paar einen Tag vorher verkauft. „Aber versuchs doch mal im Tandys“. Natürlich hat Tandys sowas nicht! Besser wärs gewesen wenn se mir gesagt hätten das es noch zwei andere Jbs in Brisbane gibt. Das hab ich jedoch erst in Maroochydore herausgefunden.....ungechillt. Die Zeit war inzwischen relativ knapp und ich wollte noch Chinatown einen Besuch abstatten. Irgendwie hab ichs total verplant vor lauter abchillen. Und der Zeitplan wurde immer enger. Der Bus ging zwar erst um 14 Uhr, aber ich hatte so ziemlich gar kein Plan wo ich hin muss und wie das hier abläuft. Zu mindestens wusst ich wo der Busbahnhof is, immerhin etwas. Was spricht die Uhr? 12 Uhr, ma schaun wie lang ich bis nach Chinatown brauch. Spätestens um 12:30 bis 12:45 sollte ich mich auf den Rückweg befinden. Um halb 2 muss ich eingecheckt sein. Was ham die hier alle mit ihrem einchecken?! Chinatown war diesmal sogar so wie ichs mir vorstell. Anders als in Melbourne wo die ganze Stadt Chinatown zu sein scheint oder in Adelaide wo es mehr oder minder eine Straße von 50 Meter hinter dem Central Markt is.

Der Busbahnhof war etwas verwirrend aber nach 20 Minuten einigem rumfragen hab ich auch dieses Problem gemeistert. Nun war nur noch die Müdigkeit im weg. Zefix war ich Müde und die Busfahrt dauert nur 90 Minuten.. Ich hoffe, ich penn nicht ein und wach in Cairns auf. Wobei ich damit eigentlich auch weniger ein Problem gehabt hätte. Für 21$ die komplette Ostküste hoch wär auch kein schlechter Deal gewesen. Natürlich bin ich eingeschlafen.... war aber dann doch recht froh das ich ne Viertelstunde vor meinem Bestimmungsort wieder aufgewacht bin. In Maroochydore hat ich erstma absolut gar kein Plan wo ich hin muss. Was ziemlich abgefuckt is wenn man mit ca. 26 Kilo Gepäck bei 30° umher schlendert. Sehr hilfreich war auch das, nachdem ich ne halbe Stunde in die falsche Richtung gelatscht bin, mich son kleiner Skaterpunk weiter in die falsche Richtung geschickt hab. Was fürn Arschloch! Aber endlich an der Sunshine Coast, hier ist der Name Programm.Der Stadtplan den ich nach erneuten 15 Minuten getroffen hab,l hat mich dann endlich in die richtige Richtung geschickt. Das Hostel war aber so ziemlich am anderen Ende der Karte. GSUS. Erstma hinsetzen eine rauchen. Der Weg schien sich ewig hin zu ziehen und so langsam spürte Anzeichen von Schmerz an meiner Fußsohle. Merke: Es ist eine sehr schlechte Idee, Barfuß in halb gebunden Schuhen einen 2 Stunden Marsch zu absolvieren! Meine Füße bedankten sich mit blutigen Blasen an der Fußsohle. Meine Armen Füße, jeden Tag geschunden und bis aufs äußerste getrieben. Was sie nicht umbringt härtet sie ab......oder führt zum Ermüdungsbruch.....

Das Hostel von außen gleich einen geilen Eindruck. Bedeckt von Palmen blätter mit ner schnuckligen kleinen Veranda (schreibt man das so?), einen sehr netten Grill Bereich, nichma 60 Meter bis zum Strand und einem fetten Golden Retriever namens Nelson. Luke, der Kerl von der Rezeption machte auch gleich einen sehr freundlichen Eindruck. Und auf fast alles was ich sagte, sagte er: „Hey that`s Cool“ oder „Yeah Cool man“. Auf meine frage ob er den Schlüsselpfand von der Kreditkarte ziehen kann sagte er: „Weist du, eigentlich brauchste keinen Schlüssel, weil die Türen sind hier immer offen“. Achso is des?! Hmm bisschen ungewöhnlich aber Ok. Bei der Anfrage nach Jobs hat er mir gleich gesagt, das die Früchte Saison vorbei is, aber er hört sich was um. Sehr Cool! Fruit Picking wär eigentlich scho ned schlecht, nach 3 Monaten Farmwork oder Picking Jobs kann ich erneut ein WHV für ein Jahr beantragen. Eventuell komm ich ja nochmal für ein Jahr hierher. Man soll ja nix ausschließen.

Nach bissl die Karte studieren, nach dem nächsten Supermarkt fragen und paar Sachen sotieren bin ich in den Vorgarten eine rauchen. Eins von den zwei Mädels dort hat sofort gesagt „Hi, ich bin Claire, ich bin aus Irland. Wer bist du? Willkommen in der Familie“
Die Leute hier waren wirklich wie eine kleine Familie. Und jeder war willkommen. Claire war schon fast 6 Monate hier, andere zwischen 1-3 Monaten im Cotton Tree Backpackers. Als ich vom Einkaufen gekommen war Claire ziemlich aufgestylt. „Gehste aus?“ - „
Wir gehen heut Abend in den „240 Club“. magst mitkommen?“ Na klar will ich. Paul aus Deutschland hatte an dem Abend seinen letzten Tag in Maroochydore und hat eine kleine Party veranstaltet. Ich wurde sofort eingeladen mit zu feiern und zu trinken. Hier gefällts ma, hier bleib ich. Kurz darauf kam Hannah, die Freundin von Luke mit 3 Tüten voll Bier. „Darf ich dir eins anbieten“ Auf jeden darfste! Alle Leute hier sind so geil und super freundlich. Wie ne Familie eben.


Nach der Party gings ab in den Club. Zugegeben, der Club war Scheiße, die Musik war nicht das gelbe vom Ei, aber Claire konnte hervorragend an der Stange tanzen. Und wie wir alle wissen, sind die Iren ein sehr trinkfreudiges Völkchen. So auch Sie, denn Sie trank jeden Abend und das reichlich. So auch im Club. Die haben hier in den Clubs Geldautomaten. Das nenn ich mal innovativ, muss ma nich immer so weit bis zur nächsten Bank laufen. Um 1 wars ma dann bissl zu viel und Claire war schon ziemlich voll. Und da nix fährt, heissts zu Fuß nach Hause laufen. Hierbei habe ich die eigenarten des irischen Englisch kenne gelernt. In allen Worten die ein „U“ enthalten, wird das „U“ auch als „U“ gesprochen. Zum Beispiel wo wir bei „stuff“, „staff“ sagen, sagen die Iren „stuff“. Die sagen aber auch zu „money“ (gesprochen “maney“) , „muney“. Nachteil am zu Fuß laufen. Der Club war in Mooloolaba was ca. eine Stunde Fußweg ist. Was aber mit ner besoffenen Irin im Schlepptau äußerst unterhaltsam sein kann. Und diesmal war ich so intelligent mir Socken anzuziehen.

Am nächsten Tag habe ich Aurelie und Sylvain aus Frankreich kennen gelernt. Aurelie hat – zu mindestens am Anfang – so gut wie gar kein Englisch gesprochen Sylvain so halbwegs. Jedoch ist hier jeder sehr bemüht es den beiden beizubringen. Und mit Erfolg! Nach einer Woche Sindse schon echt sehr weit gekommen. Sehr geil war das Sylvain gesehn hat, das mir ein Silikon Dingens fehlt und mir glei einen geschenkt hat. Optimizzle!


Am Sonntag bin ich mit Christopher in den Australia Zoo gefahren. Ich hab mich sehr gefreut ihn wieder zu sehen, am anderen Ende der Welt. Für Ihn war es auch sehr geil endlich mal wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen und eine längere Konversation auf deutsch zu führen Der Zoo war zwar mit 48$ kein Schnäppchen und anfangs war er schon ein bisschen enttäuschend. Hat sich aber dann doch als sehr cool rausgestellt. Überall laufen Eidechsen und Geckos rum. Man erfährt sehr viele Sachen über jedes der Tiere. Der Tasmanische Teufel kann mit einem wurf 20-40 Scheißer raushauen, hat aber in seinem Beutel nur Platz für 4.Besonders geil waren die großen Wiesen wo Känguruhs und Koalas abhängen und sich streicheln und füttern lassen. Von den giftigsten Schlangen der Welt von Tieren von denen ich noch nie etwas gehört, wie z.B. dem Biturong oder einem echt eigenartigen Vogel dessen Namen ich mir nicht merken konnte, anscheinend aber der gefährlichste Australiens. Die Vogelshow gefolgt von einer Krokodil Fütterung waren auch nice. Allerdings hab ich mir die, etwas spektakulärer vorgestellt. Irgendwie hab ich erwartet das dem Vieh riesige Brocken von Fleisch zu schmeißen und nich nur vier mickrige Fische. Naja, war trotzdem gechillt, sowas ma Live zu sehen. Zurück musst ma leider mit dem Bus fahren, da Christophers Tante auf einem Konzert war. Der Australia Zoo Shuttlebus hatte aber einiges zu bieten. Super Modern, äußerst bequem und vorne lief stetig eine Best Of Steve Irwin DVD. Die Zeit bis seine Tante Ihn abgeholt hat, haben wir am Strand verbracht, wo im Hintergrund auf der Wiese grade ein kleines Festival ablief..


Gesten war ich mit Aurelie und Sylvain am Strand ein bissl Bodyboardn. Hab ich zwar noch nie vorher gemacht, aber man is ja immer offen für was neues. Also auf in die Wellen. Dumm, das Brett aufrecht gegen die Wellen zu halten. Die erste Welle war gleich so groß und heftig, das Sie mich mehrere Meter zurück Richtung Strand geschleudert hat. Fing ja schonma gut an. Der zweite Erfolg war dann schon um einiges erfolgreicher. Echt n geiles Gefühl auf ner Welle 1 Meter über dem Wasser zu gleiten. Und nen hübschen Sonnenbrand im Gesicht hab ich mir auch eingefangen. Hoib so wuid bissi heirat is vorbei. Am Abend war dann Clairs letzte Nacht, die natürlich mit einigem an Goon und Bier zelebriert wurde. Sehr sehr schade das Sie uns verlässt. Ich hab selten so ein lustiges, freundliches und offenes Mädel getroffen. Selbstverständlich war Sie an ihrem letzten Abend so betrunken das Sie kaum noch stehen konnte. Die Iren wie sie ma Sie kennt.


Ansonsten gibt’s eigentlich nich viel zu Berichten. Ich schau mich hier nach Arbeit um, häng am Strand ab, geb den Franzosen Englisch Nachhilfe und genieße mein kleines Paradies mit Sau geilen Leuten. Eigentlich wollte ich ja nur bis gestern bleiben, aber ich hab nochmal bis Freitag verlängert. Danach? Mal sehen, eventuell nach Bundaberg bissl Obst sammeln. Ich hab hier ein Paar Mädels kennen gelernt die alle einen Job als Spülerin, Housekeeperin oder Barista haben. Die schauen sich hier grad nach ner Wohnung um. Sie ham mir angeboten sich die Wohnung mit mir zu teilen, was dann ungefähr einer monatlichen Miete von 100$ entspricht. Das wär natürlich sehr geil. Schau ma ma, dann sehmas schon

Freitag, 2. Oktober 2009

Sun is shining, the weather is sweet....



Jeden Tag treffen wir unzählige an Entscheidungen. Einige treffen wir freiwillig zu anderen werden wir genötigt. Über Manche denken wir lange nach, andere kommen aus dem Bauch heraus und jene an die wir keine Gedanken verschwenden. Manche sind belanglos oder haben geringe Auswirkungen, manche prägen unser komplettes Leben nachhaltig. Die Schlussfolgerung zu richtig oder falsch kommt uns manchmal in der selben Sekunde in der wir Sie getroffen haben, andre benötigen Stunden, Tage, Monate, Jahre. Jeder hat schon einige gefällt, die gut waren, weniger gut und andere kompletter Schwachsinn. Sie treiben uns zu Liebe, Hass, Eifersucht, Gleichgültigkeit, überschwängliche Euphorie und zu Millionen von anderen Gefühlslagen. Entscheidungen beschwören auch gelegentlich physische Faktoren herauf in Form von Krankheiten und/oder Schmerzen. Die, hinter denen wir stehen sind nicht immer die besten und die, die wir als Schwachsinn ab handeln stellen sich vielleicht im nach hinein als absoluter Glücksfall heraus.
Die Relation zwischen Ideallösung und Katastrophe, kann dem der Genie zu Wahnsinn gleichen.



In Adelaide habe ich eine gute und eine total beschissene Entscheidung getroffen. Sich eine hochwertige Sonnenbrille zu kaufen war Ideal da es in Brisbane dermaßen runter gebrannt hat, das es ohne, fast unerträglich war. Allerdings sollte die am Flughafen schmerzhafte Nachwirkungen haben. Im Ripcurl Laden habe ich ein sehr geiles Paar Flip Flops gesehen. Sie haben perfekt gepasst , sahen geil aus und hatte eine rutsch feste Sohle. Aber dazu kommen wir noch....



Die Ankunft in Brisbane erfolgte erstmal mit 1 Stunde Verspätung. Es fuhr weder ein Bus noch der Zug in Stadt, was soviel heißt wie, ich muss ein Taxi nehmen. 50$ vom Flughafen in die City, damit habe ich eigentlich nich gerechnet. Im Gegensatz zu Deutschland ist das zwar günstig, aber hier war das ein stolzer Preis. Und im Dorm natürlich wieder jemand der schnarcht als würde er Bäume fällen.


Der Morgen in Brisbane war unglaublich Sonne, 28° und ein leicht tropischer touch. Silke die ich in Adeliade kennen gelernt habe hat mir geraten eine Flussfahrt durch die Stadt zu machen, da man so gleich so ziemlich alles zu Gesicht bekommt. Allerdings habe ich eine Große Freude am Spazieren gehen und so kams das ich erstmal komplett planlos irgendwo hin gelaufen bin, jenseits eines Blickes auf die Stadtkarte. Nach einiger Zeit rumlaufen taten mir aber irgendwie die Zehen weh. Anfangs fiel mir das ignorieren leicht aber der Schmerz wurde immer schlimmer und schlimmer.... Die Scheiß Flip Flops haben so zwischen meine Zehen gerieben, das diese komplett aufgescheuert waren! Eine Mix aus Schmerz und Verzweiflung machte sich breit, da die Straße zum Barfuß laufen viel zu heiß war. Aber ich musste unbedingt so schnell wie möglich ins CBD zurück. Nicht besonders förderlich war auch, das Brisbane enorme Gefälle in den Straßen hat. Round about kann man sagen zwischen 2-6%. Etwas Abhilfe haben die Taschentücher gebracht die ich mir zwischen die Zehen gesteckt hab, aber eine Dauerlösung war das auf keinen Fall. Tja, aber findet mal in Brisbane einen Laden der ganz Normale Sandalen hat, und dann auch noch in Größe 48. Bei Größe 46 is hier überall Schluss. Nach unendlich langem suchen hab ich dann endlich ein passendes Paar gefunden, die ich dann gleich noch vor dem Laden angezogen hab. Ich versteh nich warum so vielee Leute Flip Flops tragen und damit keine Probleme haben. Meine Füße + Flip Flop = NIX GUT DIESE.
Eine sehr Kurze und schmerzhafte Beziehung.



Brisbane hat leider nicht viel zu bieten außer dem Brisbane Museum und ein paar Kunstgalerien, jedoch hatte ich kein Bock auf Kultur. Ich hab über 2 Wochen auf geiles Wetter gewartet und das wollte ich jetzt endlich genießen uns so bin ich einfach ein wenig durch die Stadt getingelt. Palmen in den Vorgärten, wie geil war das den! So hab ich mir das Vorgestellt! Meine Ausflug brachte mich durch die City Gardens, über den Brisbane River, vorbei an den Klippen von Kangaroo Point wo ständig ein paar Leute rumkraxln bis zur Story Bridge, die man, wenn man Bock hat auch besteigen kann. Was ich nicht bedacht hab: Da ich einmal am Rande der halben Stadt gelaufen bin, musst ich auch wieder einen genauso weiten weg wieder rein gehen. That sucks!
Wie ich inzwischen auch schon festgestellt habe ist Australien unheimlich überlaufen von Deutschen, was mir ziemlich auf den Senkel geht. Das typische Deutsche Mädel das man hier antrifft ist zwischen 18-21 Jahre alt, selten Naiv, ist mit einer Organisation angereist und hat komplett falsche Vorstellungen gehabt. Des weiteren ist das Deutsche Mädel ein Rudeltier. Sie rotten Sich meist zu Gruppen von 3-5 Weibchen zusammen hängen so ziemlich nur gemeinsam ab und sprechen nur Englisch wenn es die Situation aus der Not heraus erfordert. Ich persönlich finds ziemlich unhöflich, wenn jemand dabei ist der kein Deutsch spricht, untereinander Deutsch zu sprechen. Das deutsche Weibchen allerdings nicht.



Mein nächster Tag begann genauso faul wie der andere und so bin ich in die South Bank Parklands marschiert.Eine Parkanlage am Rande des Flusses mit einem Nepalesischem Tempel, öffentlichen Schwimmbecken einem künstlich auf geschütteten Strand (Brisbane hat keinen Strand) Allerdings ist mir in der früh aufgefallen das ein Silikon Überzug von einem meiner Kopfhörer fehlt. Damn! Als ich die Kopfhörer des letzte mal am Flughafen benutzt hab war er noch dran. Also erstmal den J-B HiFi suchen, der Hi-Fi Laden der alles hat. Zefix, wo war der noch gleich. Ich bin doch gestern erst vorbei gelaufen....Die Suche verlief erfolglos.

Kommen wir zurück zu den Parklands. Viel zu geil einfach in der Wiese zu liegen und GAR NIX zu tun. Bissl nervig war das der Sound nur auf einem Ohr lief. Noch nerviger war es als dann der Akku leer war. Das war dann auch der Zeitpunkt wo ich mich entschlossen hatte wieder Richtung Hostel zu laufen. Ich wär zu gerne durch den Sand gelaufen. Die Flip Flops hatten mir allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht.


Zurück im Hostel sind mir dann gleich drei neue schlafende Bewohnerinnen im Dorm aufgefallen. Da es gleich drei auf einmal waren war mein erster Gedanke: Das germanische Rudelweibchen!
Nach dem Satz: „Sabine wie spät isses?“ war auch alles Klar. Unglaublich, überall nur Deutsche
Wissenswertes: Den Kontinent Australien Bewohnen ungefähr 25 Millionen Menschen. Davon sind ca. 2-3Millionen Deutsche Work n Holidayer und 5Millionen eingewanderte Deutsche oder Nachfahren derer. Wie dem auch sei. Die Deutschen Mädels kamen Grad von einer Apfelplantage nähe Sydney, waren Total verzweifelt weil Sie statt 2$ pro gestutzten Baum nur 50Cent erhalten haben. Is leider nich alles so „easy going“ wie die sich des vorgestellt haben. In ihrer Verzweiflung hatten Sie sogar schon die Idee gehabt wieder nach Hause zu fliegen......nach 3 Wochen Australien. Joe und Ich hatten für den Abend geplant ins Kino zu gehen, die Mädels sollten einfach mal mitgehen um auf andere Gedanken zu kommen. „Inglourious Basterds“ war dann vielleicht doch nicht ganz der richtige Film für die drei, ich zu mindestens fand ihn super geil. Klassischer Tarantino mit erstklassigen Dialogen. Noch geiler war das ca. 40% des Films auf Deutsch sind. War fast wie in Deutschland ins Kino gehen. Allerdings war der Preis von knapp 10€ scho a weing knackig.
(Fotos werden nachgereicht)