Dienstag, 29. Dezember 2009

Status Report

Heute werde ich mich mal kurz fassen, denn eigentlich gibts nich viel zu erzählen. Eine Woche lag ich flach wegen einer akuten Mittelohrentzündung und das genau einen Tag bevor bei uns die Weihnachtsparty stieg. Ärtzlich verordnet, voll pumpen mit Antibiotika, Ohrentropfen und Schmerzmittel. Das opioide Schmerzmittel war dann im Grunde auch ausschlaggebend das ich so ziemlich die ganze Woche durchgeschlafen hab. Auf der Weihnachtsfeier scheint der Alkohol irgendwas mit meinen Ohren angestellt zu haben, - jaja, ich weiß, Antibiotika und Schmerzmittel, da soll ma nix... a bissl was geht olawei - die Schmerzen waren weg und ich konnte auf meinem zugeschwollen Ohr wieder höhren. nach dem ich drei Tage auf der einen Seite quasi Taub war. Alkohol du edler Geist....
Am nächsten Tag ging das Spielchen dann aber wieder von vorne los.
Zusätzlich kam noch hinzu das es die ganze Woche durchgeregnet hat. Also nix mit Weihnachten am
Strand Grillen, sondern daheim abhängen oder mal Abends gediegen eine Bar besuchen.

Nach der Genesung gings dann wieder sporadisch ans Arbeitssuchen, weil ich ja eigentlich zum 4ten Januar Sydney verlassen wollte. Gestern hatte ich dann eine Vorstellungsgespräch in einer Campervan/4WD/Station Wagon Vermietung und Verkauf. Gespräch war gut und ich sollte heute zwei Stunden zum Probearbeiten kommen. Ich war auch heute da, allerdings war der Kerl am Schreibtisch ein anderer als der, mit dem ich das Interview geführt hatte. "Ja, weißt du... Gino is nich da und ich weiß von nix. Ich muss Ihn ma Anrufen und ich geb dir Morgen bescheid."
Supergeil, den ersten warmen, sonnigen Tag nach eineinhalb Wochen hättich auch anders verbringen können! Auf sonnen rumgeier hab ich eigentlich auch weniger Bock, wenns nichma Person A schafft Person B auszurichten das jemand zum Probearbeiten kommt. So steht mein entschluss nun fest und ich werde am 4ten voraussichtlich sofern ich keinen Lift nach Perth finde als nächstes Coffs Harbour anpeilen. Danach wird die Reise wahrscheinlich nach die Küste wieder nach Brisbane hochführen und von da aus einen Flug in den Westen. Tasmanien wäre auch eine Alternative, vor allem weil das mich extrem reizen würde. Da sind aber grad die Flüge ein wenig Teuer. Wir werden sehen.
Guten Rutsch und bis ins neue Jahr!

Freitag, 11. Dezember 2009

I`m the wanderer


Nun war es endlich mal an der Zeit die Sachen zu unternehmen die ich bisher vernachlässigt hatte. Als erstes Stand das Australia Museum auf dem Programm, in dem Neben einer Austellung von einigen Dinosaurier Exponaten auch noch eine Ausstellung über die Schätze und Hinterbliebenschaften des alten Ägypten stattfand. Im Museum angekommen gleich einmal der erste Schock: Die Kamera geht nicht! Kurwa, wasn nu scho wieder los?! Bei jedem Druck auf dem Power Button blinkt die Signalleuchte Kurz auf und es gab ein Klicken von der Linse. Des kann echt nich war sein, des Ding war gradma n Monat alt. Am liebsten wär ich sofort zum nächsten JB-Hifi gelaufen aber es könnte ja auch sein das lediglich der Akku der Cam leer is. Hielt ich jedoch für relativ unwahrscheinlich, da is sie vor Bondi Beach auflud und danach eigentlich nicht mehr benutzt hatte. So gibt’s es nun also keine Fotos von einem überaus reichhaltigem und beeindruckendem Museum.


Die Ausstellung der Ägyptischen Exponate war wirklich einmalig. Nie zuvor habe ich mumifizierte Katzen, Falken und Pharaone gesehen, geschweige den überhaupt Steintafeln mit Hyroglyphen. Stein und Mamor Büsten und Sphingen die von einer schier unglaublichen handwerklichen Präzision und Qualität zeugten. Nebenbei fand auch noch eine Mineralien Ausstellung statt. Aussehen sowie Beschaffenheit mancher Mineralien entzogen sich vollkommen meiner Vorstellungskraft. Da ich recht spät zum Museum gegangen bin war meine Zeit auf drei einhalb Stunden begrenzt. Eigentlich dachte ich des wär ganz einfach zu meistern....dem war aber nicht so. Eine Stunde mehr wär scho noch Top gewesen. Naja des nächste ma weiß ichs besser. Hinzu kam das ich den ganzen Tag noch nix gegessen hatte und so meine Konzentration auf dem Nullpunkt lag. Teilweise musste ich Infotafeln drei mal lesen bis ich wirklich sagen konnte, ich hab gelesen was da steht. Dafür habe ich danach den besten Brger seit langem gegessen. Eine komposition aus Beef, Camenbert, gegrillten Schwammal und einem Tomaten-Seng Relish mit geilen, dicken selbstgemachten Fritten. Richtig guad wars und für 12$ absolut in Ordnung. Zurück daheim erstma abchecken was mit der Kamera los. War glücklicherweise nur der Akku leer, was ein Dusel!


Das letzte mal hatte ich komplett vergessen von meinem Besuch in Kings Cross zu erzählen. KC kann man sich als eine kleine Reeperbahn vorstellen. Stripschuppen, Bars, Club und ein Haufen herunter gekommene Nutten. Die Stripclub Türsteher sowie auch die Dirnen können dabei ganz schön aufdringlich werden. Scheiß Crack Huren.




Weiter ging es am Dienstag nach Manly, ein Stadtteil von Sydney. Die Überfahrt mit der Fähre bei der man schon von weiten die Tannen an der Promenade erspäht, dauerte ungefähr eine halbe Stunde, was allerdings dennoch schneller als mit dem Bus oder der Railway ist. Hier ist alles noch ein wenig entspannter als an den anderen Stränden von Sydney, welche mit Haischtznetzen ausgestattet sind. Das Motto von Manly ist „Seven Miles from Sydney, but a Thousand Miles from Care“. Das trifft hier eindeutig zu. Sonnenbaden hielt ich aufgrund meines Sonnebrandes für wenig angebracht, deshalb gings in das Ocean World in den man haufenweise Meeresgetier beobachten kann. War n bissl kleiner als ichs mir vorgestellt hab, aber mehrere drei Meter Grey Nurse Haie und riesige Stachelrochen in einem Glastunnel über seinen Kopf hinweg schweben zu sehen hat schon was. Wahnsinn wie nah die Viecher sind und wie intensiv man Sie studieren und beobachten kann. Da hab ich gleich Bock bekommen mit denen ma auf Tuchfühlung zu gehen. Das ist eine Sache die ich unbedingt noch machen möchte: Mit Haien Tauchen! Wobei ich dann ein treffen mit dem großen weißen ausschließlich im Käfig aufsuchen würde. Natürlich ich im Käfig und der Hai draußen, alles andre wär ma dann doch n bissl zu „herztreiben“.


Danach entschloss ich mich relativ spontan von Manly durch den Sydney Harbour National Park nach The Spit zu wandern. Ein über 10km langer Marsch für den LonelyPlanet vier Stunden ansetzt. Ha! Für mich doch nicht! Empfehlung festes Schuhwerk? Meine Sandalen sind fest an meine Füße geschnürt, also auf geht’s. Ich machte mir im Grunde nur um die Sonne sorgen, den inzwischen war es schon 17:30 Uhr und ich hatte eigentlich keinen Bock im dunkeln durch den National Park rum zustampfen. Die Begebenheiten waren mir fremd und mein Ziolort mir ungewiss. Naja, wer mich kennt der weiß das ich mich davon nich abhalten lass. Die Wanderung war dominiert von brachen Buschland. Irgendwie surreal quasi mitten in Sydney durch Buschland zu wandern. Ich traf auf wunderschöne Ausblicke, eine Vielzahl an Echsen und sogar auf aboriginale Sandstein Einkerbungen, an denen aber schon deutlich der Zahn der Zeit genagt hat und teilweise nur noch zu erahnen waren. 50.000 Jahre sind halt ma nich eben n Wimpernschlag. Die Regierung hat die Einkerbungen jedoch schon mit Holz umrahmt und bittet darum diese nich zu betreten. Strange wenn man neben an die Ritzels der ersten Siedler sieht mit Name und Jahres zahl um 1700. Auf der hälfte des Weges machte dann drauf aufmerksam das der Nachfolgende Part mit „schwer“ eingestuft wurde. Da war ich ja ma gespannt. Das es unwegsames Gelände ist, war mir klar, aber ich habs mir scho a weing schwerer vorgestellt. Der einzige wirklich Anspruchsvolle Teil war der Am Strand wo ich über ein paar Felsen klettern musste um auf die andre Seite zu gelangen. Wie ich dann auf der andren Seite festgestellt hab hätte doch ein Pfad lang geführt. So wirklich anstrengend war also nich wirklich. Gegen ca. 20 Uhr bin ich dann in Tthe Strip angekommen. 4 Stunden, von wegen, vielleicht midm Offroad Rollstuhl. Mein erster Gedanke war es, den Weg wieder zurück zu laufen, denn es hatte schon viel Spass gemacht. Wie schon erwähnt hatte ich aber wenig Bock da im dunkeln rumzulaufen und erschwerend kam hinzu das es durch Flut bedingt nicht garantiert ist,d as man den kompletten Weg zurück kommt, den eine Passage ist nur bei Ebbe zu überqueren. Und so ging es nun also auf die Suche nach einem Bus oder der Bahn. Der Reiseführer sagt, am Südende der Stripbridge is die Busstation...hmmm... wo is die verdammte Stripbridge. So marschierte ich die dortigen Hügelstraßen rauf und runter und wieder hin und zurück. Aber niergendswo war die angepriesene Brücke. War auch ne guad bonzige Gegend in der ich da unterwegs war. Nach ner Zeit hatsma dann glangt und ich hab einen geldig aussehenden Kerl nach dem Weg gefragt. „Ja klar, einfach den Strand am Picknick Park vorbei, dann kommste zur Brücke. Ungefähr 2km“ Ja logo, zurück auf dem Weg zum Park sah ich auch schon die Brücke. Aufeinma hält der Kerl in seinem Lexus SUV neben mir den er grad in die Garage gefahren hatte und sagt. „Du siehst Müde aus, spring schnell rein, ich fahr dich bis zur Busstation“ wie gechillt war das denn, holt der Typ extra wieder sein Auto aus der Garage um mich dahin zu fahren!






Nach dem mir das Wandern so eine Freude bereitet hat beschloss ich am nächsten Tag nach Katoomba im Herzen der Blue Montains zu fahren, welche a bissl über zwei Stunden entfernt von Sydney liegen. Die Blauen Berge verdanken Ihren Namen dem blauen Dunst der Eukalyptus Bäume, der sich weitreichend über das Gebiet ausbreitet. Mal wieder rät LonleyPlanet nicht alleine zu wandern da sich selbst erfahrene Wanderer leicht verirren können. Jaja, auf den LonelyPlanet geb ich ja eh scho lang nix mehr! Von oben startet kann man eigentlich eh nur bestimmte Wege abgehen. Ma ausgenommen davon das ma Bock hat die Klippen runter zu hechten und dort durch die Büsche zu latschen. Im Tal schaut das ganze eventuell etwas anders aus, aber das steht erst das nächste mal auf dem Programm. Geile Ausblicken boten sich über das Jamison Valley und dem Sandstein gebilde der „Three Sisters“.welche dur Erosion geformt wurden Die Legende besagt das ein Zauberer drei Schwestern zu Stein verzaubert hat, um sie vor drei Nachstelzenden Männern zu schützen. Unglücklicherweise verstarb der Zauberer bevor er die Mädels zurück verwandeln konnte und so fristen Sie nun Ihr ewiges dasein. Ewig is vermutlich etwas zu weit ausgeholt. Der Sandstein wird ständig durch Witterung abgetragen und Spröde und so wird irgendwann der Tag kommen an dem eine nach der anderen Schwester in sich zusammen fällt. Forscher schätzen aber das das noch eine lange lange Zeitlang dauert. Auch hier war meine Wanderung durch einige kletter Passagen erweitert. Diesmal war ich jedoch froh turnschuhe angezogen zu haben, da der Track von den Katoomba Falls zum Echopoint und zu Füßen der Schwestern fordernder war als der Pfad von Manly nach The Spit. Nach einer Weile Stand ich vor der Entscheidung nach Leure weiter zu Wandern oder die Giant Stairs zu bewältigen nach Leure wärs ein Weg von 2 Stunden gewesen mit schwierigkeitsgrad „Medium“, zu den Stairs 45 Minuten mit Schwierigkeitsgrad „Hard“. Ich bin a hartes Kerlchen also nehm ich den harten Weg. Und ich war eh schon 4 Stunden unterwegs. Das die Stufen steil und schmal sein können habich auf dem Schild gelesen. Es wurde auch gewarnt den Weg nicht mit Herz oder Atem beschwerden zu absolvieren. Aber das es EINEN VERSCHISSENEN KILOMETER nur Treppe auf Treppe Bergauf geht, davon war kein Wort geschrieben. Nun war mir auch klar wie sich die 45 Minuten zusammen setzen. Auf dem Weg nach oben musste ich vier oder fünfmal pausieren. Scheiße war das Anstrengend! Mal wieder n gutes Gefühl richtig ausgepowert zu sein.


Gestern gings dann mit David, dem Kolumbianer aus meiner Wohnung, in einen Lateinamerikanischen Club. Lauter Menschen die Salsa und Merengue Tanzen da brauchma sich nich wundern wenn ma ab und an ma n Ellenbogen oder n Knie and den Schenkel abbekommt, denn das sind sehr Körperbetonte Tänze die einiges an Platz erfordern. Am Anfang erschien mir das alles ein wenig befremdlich. Nach einer kurzen Instruktion von David das ich eigentlich nur ein Schritt links und einen rechts abwechselnd machen muss. Mit einem netten Australischen Mädchen wurde die Theorie sogleich auch in die Praxis umgesetzt. Meine Hüfte die mir Anfangs etwas steif erschien wurde von Minute zu Minute lockerer. Das tanzen ging allerdings ganz schön auf die Bauchmuskeln. Südamerikaner sind auch alle ein bisschen offener. Da greift man sich einfach das Mädchen neben sich und dann wird abgedanced. Das gfreit mi, des habich des letzte mal aufm ungarischen Schleifenball erlebt. Da wir grad bei den Ungarn sind: Im Club habe ich ein nettes ungarisches Mädchen kennengelernt die mir zufällig eineJob möglichkeit vermitteln konnte.Ungarische Mädchen find ja eh extrem nice. Eine Freundin von Ihr arbeitet für ein Online Casino Als native speaking Customer Service Frau und die suchen eigentlich immer jemanden. In der Firma arbeiten auch fast nur Working Holiday Visler. Ich habe heute mit Ihr emails geschrieben und Sie konnte mir auch gleich einen Ansprech nennen, an den ich auch gleich eine Bewerbung geschickt hab. Hab bisher noch keine Ungarin getroffen die ich nich gemocht hab. Hab ich schon erwähnt das ich ungarische Mädels echt toll find?!


Freitag, 4. Dezember 2009

Sydney sehen...und leben?



Jaja ich weiß, is lange ruhig um mich geworden....



Das frühe Aufstehen ging recht problemlos und beim Check Out hab ich sogar noch Garry, den Iren aus meinen Zimmer getroffen der wach geblieben is um mich zu verabschieden. Eigentlich kam er auch grad erst vom feiern, aber is doch bis in den Morgen Stunden in der Lobby gesessen um mich nich zu verpassen. Gechilltes Kerlchen. Am Flughafen dann die erste Hürde, ob ich spitze Gegenstände im Handgepäck hab, falls ja, der Detektor findet es. Ajo, mein Taschenmesser müsste im Rucksack sein. Doch nach fünf Minuten suchen hab ichs nich gefunden. Muss wohl doch schon im großen Rucksack sein. Als ich dann vor die Tür ging um eine zu rauchen schaute ich nochma nach... Natürlich war es nich im großem Rucksack. Fuck! Wieder an den Schalter und fragen was abgeht. Noch ne Tasche einchecken. Da blieb wohl nur mein Rucksack, also alles inne Plastiktüte packen was ich brauch und das Handgepäck mit dem Taschenmesser abgeben. Zugegeben kam ich mir da schon n bissl assi vor, mit soner kleinen schimmligen durchsichtigen Plastiktüt eus Supermarkt, mit Laptop, Kissen und Sweater am Flughafen rum zuchecken, aber hilft ja eus nix.



Die fahrt zum Hostel begann wie eine fahrt nach Hause. Ich fuhr durch Isarvorstadt, der Au, Schwabing, den Giesinger Berg runter, und quer durch Laim, und das alles in 15Minuten. Strange, da is man 20.000 Kilometer von Zuhause entfernt und alles erinnert einen an das geliebte München. Meine Gefühle lagen zwischen nach „ich bin wieder daheim“ und „ich will wieder heim“. Schauma erstma was Sydney so zu bieten hat. Vorab hatte ich schonma erkundigt in welchem Hostel Julia residiert und wies da so is. Ihre Antwort war positiv, also beschloss ich mich auch dort einzuquartieren. Leider übermittelte sie mir jedoch eine Fehlinformation. Das 16 Bett Dorm kostet nich 16$ sondern 26$, in anbetracht dessen, das hier die Preise pro Nacht an den 40$ kratzen durchaus akzeptabel. Wie der Zufall so spielt, kam ich ins gleiche Zimmer wie Sie. Das erste was mir in Sydney auffiel, war das hier alles extrem weihnachtlich geschmückt war. Als selbst ernannter Weihnachtsfeind, nich grad der beste Einstieg. Ich schlug dann vor zur Harbour Bridge bzw. zum Opernhaus zu gehen um uns dort den Sonnenuntergang anzuschauen.... Leider hatte es Julia nich allzu sehr mit der Orientierung, geschweige den midm Stadtplan lesen. Resultat war das wir ne halbe Stunde in falsche Richtung gelaufen sind bis wir mal genauer den Stadtplan inspiziert haben. So fand mein erster Opern Anblick in der Dunkelheit statt.



Das zweite was mir aufgefallen is, Sydney wimmelt nur so von Kakerlaken. Überall wo ma hinschaut wimmeln die rum. In zwei Tagen Sydney, hab ich mehr Schaben gesehen als in den 10 Wochen davor. Am Donnerstag hieß es für Julia zurück nach Deutschland und für mich begann die Arbeits und Wohnungssuche. Was da stark entgegen gerudert hat, war das seit Freitag mein rechter Knöchel ungefähr 10cm über dem Spann weh getan hat. Das Laufen wurde sehr Schmerzvoll, jedoch eine Verletzung der Bänder konnte ich ausschließen, mit denen habe ich in den letzten Jahren reichlich Erfahrung gesammelt. Das hat das ganze Gesuche natürlich extrem eingeschränkt, da lange Strecken laufen nich so easy war.. Wieder der schmerzen ging es dann noch nochmal am Samstag mit Emily aus Belgien zur Oper und in den Botanischen Garten. Im Botanischen Garten angekommen, haben wir auf der anderen Seite ein elektronisches Musikfestival erblickt. Umts, Umts, Umts, geil, da müssma hin. Wie sich herausstellte, das Harbour Festival, das aber seit Wochen ausverkauft is. Auf ma richtig Party machen hat ich ma wieder derbe Bock.. Einer der Sachen die ich sehr vermisse. Feier mäßig sind die nich so auf meinem, nennen wir es mal „Niveau“.




Tags darauf entschloss ich mich dann doch mal n paar Schmerztabletten zu kaufen. Ich hielt es noch nicht angebracht genug um zum Arzt zu gehen und wenn man ein Leiden nich beseitigen kann, dann zumindestens die Symptome. Apotheken sind hier wie ein kleiner Supermarkt aufgebaut, ausgenommen verschreibungspflichtiger Medikamente. Die Empfehlung der „Apothekerin“: Nurofen: ein Ibuprofen-Codein gemischt. Codein?! Sowas gibt’s bei uns nur auf Rezept. Kann ja entpannt werden. Die Wirkung hielt sich dennoch in Grenzen, aber das kannt ich ja schon von der Weißheitszahn OP. Der Kieferorthopäde riet mir einfach noch ne Ibuprofen 400 dazu zu nehmen. Aber hier so ganz ohne ärztliche Anweisungen... Wirklich Abhilfe schaffte der halbe Liter Energie Drink den ich von da an mit zu mir nahm. Richtig entspannend, morgens 2 Tablette + Energie einzunehmen und dann im botanischen Garten Pfannkuchen mit Marmelade zu Frühstücken. Das is ein Leben!


In der Zwischenzeit gings natürlich weiterhin auf Wohnungs/Arbeitssuche. Ich hab Wohnungen gesehen, da fallen dir die Augen raus... aber nich aus Enthusiasmus. Minimalster Raum, maximal vollgestopft! Und fast nur mit Asiaten bevölkert. Ich hab nix gegen Asiaten, wobei manchma a Spray oder ne Salbe ganz nice wär. Nach ner Woche kam ich dann zu Dany aus Indonesien, der mir Anbot für 10$ die Nacht im Wohnzimmer auf der Couch zu schlafen. Das war für mich völlig in Ordnung. Weitaus billiger als jegliches Hostel uns das Wohnzimmer war der größte Raum in der Wohnung. So wohne ich nun also mit 2 Japanern und einer /in, einer Hongkongerin, einem Kolumbianer, einem Indonesier und einem Südkoreaner. In dem Apartment Haus gibt es einen Swimmingpoo, ein Fitness Studio, ja sogar einen Squash Court ist vorhanden. Und endlich ne gscheidn Waschmaschine mit der ma auch heiß Waschen kann. Da hätte ich mein weiß-grünes Lieblings Shirt mit den Rotwein Flecken gar nich wegschmeißen brauchen...naja, nacher is ma immer schlauer. Die Wohnung is nich die sauberste, aber ich war schon in schlimmeren Hostels. Was mich dabei richtig derbe stört das die Asiaten alle so krass schmatzen beim Essen. SOO WIEDERLICH! Ich hasse leute die schmatzen wie die Pest, da könnt ich ausflippen! Mit Kopfhören und Sound im Ohr lässt sich auch das einiger maßen bewältigen. Sydney, zumindestestens der CBD, scheint eh nur aus Asiaten zu bestehen, während in Melbourne die Quote bei ca. 40% lag und in Cairns bei 55% ist hier im CBD der Asiatische Anteil bei ca. 85%.




Die Tage verstrichen ohne Arbeit und ich hab mich wirklich überall beworben. Von Restaurants über Cafes, zu Geschenkshops und Kleidungsläden, Spielzeug Promoter und sogar als Aupair... bis dahin nichts. Der immer stärker werden Australische Dollar bekommt meinen Finanzen auch nich grade wirklich gut. Vor einem Jahr hatten wir einen Kurs von 1€ zu 2,30$, per 03.12. einen Kurs von 1€ zu 1,62$ Und so langsam begann Sydney mich zu langweilen, den hier isstes in erster Linie unglaublich hektisch und stressig. Was soll man auch erwarten von einer Stadt in der 4,12 Millionen Menschen leben, davon allein 3,64 Millionen im innerstädtischen Gebiet. Gefreut habe ich mich als Tom den ich in Cairns kennen gelernt hab nach Sydney gekommen ist, da er auch von hier wieder nach Hause fliegt. Sein Hostel das zur YHA Gruppe gehört, liegt in „The Rocks“ was so ziemlich genau an der Harbour Bridge liegt und von der Dachterasse aus, hatte man einen wunderschönen Überblick über das Opernhaus und die Brücke. Das lässt sich das YHA mit 42$ die Nacht auch einiges kosten. Da war es natürlich nur angebracht das wir auf ein Bier durch Sydney ziehen. Am Tag darauf fand dann das Steresonic Festival statt mit einem Line Up das mit der Zunge schnalzen lässt. John Dahlbäck, Alter Ego, Laurent Garnier, Miss Kittin & The Hackers und viele weitere! Ich hab noch versucht Karten zu bekommen, aber da Tom die SMS zu spät gelesen hat wurde das nix mit den Karten weit unter Normal Preis und Tageskasse 140$ war mir dann doch n bissl to much. Teile des Festivals erlebte ich so nun auf einer Wiese vor dem Festivalgelände. Auch hier habe ich wieder festgestellt wie sehr ich das Feiern vermisse. Was mich wirklich beeindruckt hat, war das hier unglaublich viele „Digitalism“ kennen, Belgiern, Iren, Franzosen und sogar die Australier und Neuseeländer. So erobern wir die Welt also nun musikalisch.
Musiktipp: Digitalism – Pogo! Wie immer ist Youtube euer Freund.



Am Wochenende sollte dann auch die Christmas Parade stattfinden. Um halb 11 haben wir uns getroffen, aber irgendwie schien auf der Straße weder etwas vorbereitet zu sein, noch standen Passanten rum oder die Straßen waren gesperrt. Sind wir hier wirklich richtig? Is das wirklich heute? Anscheinden ja, den der Mensch am Infostand hat uns voller Elan berichtet wo und wann es losgeht, also warten...und warten....und weiterhin warten...aber nix passiert. Was is den hier los?! Etwas später haben wir dann herausgefunden das die Parade aufgrund mangelnder Spenden Unterstützung gecancelt wurde. Hatte mich schon darauf gefreut in T-shirt, Shorts und mit nem Bier in der Hand Weihnachten zu feiern. Obskure Vorstellung, einfach ma was total andres. Wir hatten uns schon darauf gefreut und eingestellt, unter andren Bedingungen steht ja am Sonntag keiner zu solch unchristlichen Zeiten auf. Alternativ Plan war an den Darling Harbour nen Kaffee trinken zu gehen und den Tag etwas genießen. Für Toni aus der Schweiz hieß am Sonntag Abend schon wieder nach St. Gallen zu starten, auch Sie wär gern noch etwas länger in Australien geblieben sowie auch Tom der Tags darauf sich in den Flieger über München nach Waging hockte. Jedoch nicht bevor einen Abstecher in den Löwenbräu Keller gemacht zu haben und dort ne Wiesnbier Halbe zu trinken, bei dem ich mich im übrigen auch beworben hab.




Die neue Woche begann wie die alte aufgehört hat, mit der Suche nach Arbeit. Kathrin hatte mir erzählt, es hat 5 MONATE gedauert bis Sie den ersten Job hatte. Harter Shit. Meine Theorie war eigentlich, große Stadt, viele Leute = viele Jobs. Die Praxis ist aber leider eine andere. Jobs gibt’s bestimmt genug, man muss Sie nur finden. Es gibt eben Leute den fliegen die Jobs zu, anderen eben nicht. Unglücklicherweise gehöre ich zu letzterer Kategorie. Von all der Arbeit hatte ich mir dann auch mal einen freien Tag verdient, also ging es zum Bondi Beach, einem der berühmtestens Strände Australiens und Surfspots überhaupt. Ein geiler Strand mit geilen Wellen, hier gfiels ma weitaus besser als im Stadtzentrum. Sofern ich ne Arbeit find, sollte ich mir vielleicht überlegen hierher zu ziehen. Primärziel: Am Strand liegen! Dumm nur das ich meine Sonnencreme daheim vergessen hab. Ich hatte mich zwar daheim reichlich eingschmiert, Bauch und Brust sind allerdings rot wie das Jäcken des Sandmanns. Drei Stunden in der prallen Sonne im Herzen der Ozon freien Zone sind dann doch a weing zu arg. Heute sollte es dann in die Blue Mountains gehen, aber zum einen habe ich verschlafen und zum anderen war es ein bisschen zu kühl. Ich hab ja Zeit