Freitag, 11. Dezember 2009

I`m the wanderer


Nun war es endlich mal an der Zeit die Sachen zu unternehmen die ich bisher vernachlässigt hatte. Als erstes Stand das Australia Museum auf dem Programm, in dem Neben einer Austellung von einigen Dinosaurier Exponaten auch noch eine Ausstellung über die Schätze und Hinterbliebenschaften des alten Ägypten stattfand. Im Museum angekommen gleich einmal der erste Schock: Die Kamera geht nicht! Kurwa, wasn nu scho wieder los?! Bei jedem Druck auf dem Power Button blinkt die Signalleuchte Kurz auf und es gab ein Klicken von der Linse. Des kann echt nich war sein, des Ding war gradma n Monat alt. Am liebsten wär ich sofort zum nächsten JB-Hifi gelaufen aber es könnte ja auch sein das lediglich der Akku der Cam leer is. Hielt ich jedoch für relativ unwahrscheinlich, da is sie vor Bondi Beach auflud und danach eigentlich nicht mehr benutzt hatte. So gibt’s es nun also keine Fotos von einem überaus reichhaltigem und beeindruckendem Museum.


Die Ausstellung der Ägyptischen Exponate war wirklich einmalig. Nie zuvor habe ich mumifizierte Katzen, Falken und Pharaone gesehen, geschweige den überhaupt Steintafeln mit Hyroglyphen. Stein und Mamor Büsten und Sphingen die von einer schier unglaublichen handwerklichen Präzision und Qualität zeugten. Nebenbei fand auch noch eine Mineralien Ausstellung statt. Aussehen sowie Beschaffenheit mancher Mineralien entzogen sich vollkommen meiner Vorstellungskraft. Da ich recht spät zum Museum gegangen bin war meine Zeit auf drei einhalb Stunden begrenzt. Eigentlich dachte ich des wär ganz einfach zu meistern....dem war aber nicht so. Eine Stunde mehr wär scho noch Top gewesen. Naja des nächste ma weiß ichs besser. Hinzu kam das ich den ganzen Tag noch nix gegessen hatte und so meine Konzentration auf dem Nullpunkt lag. Teilweise musste ich Infotafeln drei mal lesen bis ich wirklich sagen konnte, ich hab gelesen was da steht. Dafür habe ich danach den besten Brger seit langem gegessen. Eine komposition aus Beef, Camenbert, gegrillten Schwammal und einem Tomaten-Seng Relish mit geilen, dicken selbstgemachten Fritten. Richtig guad wars und für 12$ absolut in Ordnung. Zurück daheim erstma abchecken was mit der Kamera los. War glücklicherweise nur der Akku leer, was ein Dusel!


Das letzte mal hatte ich komplett vergessen von meinem Besuch in Kings Cross zu erzählen. KC kann man sich als eine kleine Reeperbahn vorstellen. Stripschuppen, Bars, Club und ein Haufen herunter gekommene Nutten. Die Stripclub Türsteher sowie auch die Dirnen können dabei ganz schön aufdringlich werden. Scheiß Crack Huren.




Weiter ging es am Dienstag nach Manly, ein Stadtteil von Sydney. Die Überfahrt mit der Fähre bei der man schon von weiten die Tannen an der Promenade erspäht, dauerte ungefähr eine halbe Stunde, was allerdings dennoch schneller als mit dem Bus oder der Railway ist. Hier ist alles noch ein wenig entspannter als an den anderen Stränden von Sydney, welche mit Haischtznetzen ausgestattet sind. Das Motto von Manly ist „Seven Miles from Sydney, but a Thousand Miles from Care“. Das trifft hier eindeutig zu. Sonnenbaden hielt ich aufgrund meines Sonnebrandes für wenig angebracht, deshalb gings in das Ocean World in den man haufenweise Meeresgetier beobachten kann. War n bissl kleiner als ichs mir vorgestellt hab, aber mehrere drei Meter Grey Nurse Haie und riesige Stachelrochen in einem Glastunnel über seinen Kopf hinweg schweben zu sehen hat schon was. Wahnsinn wie nah die Viecher sind und wie intensiv man Sie studieren und beobachten kann. Da hab ich gleich Bock bekommen mit denen ma auf Tuchfühlung zu gehen. Das ist eine Sache die ich unbedingt noch machen möchte: Mit Haien Tauchen! Wobei ich dann ein treffen mit dem großen weißen ausschließlich im Käfig aufsuchen würde. Natürlich ich im Käfig und der Hai draußen, alles andre wär ma dann doch n bissl zu „herztreiben“.


Danach entschloss ich mich relativ spontan von Manly durch den Sydney Harbour National Park nach The Spit zu wandern. Ein über 10km langer Marsch für den LonelyPlanet vier Stunden ansetzt. Ha! Für mich doch nicht! Empfehlung festes Schuhwerk? Meine Sandalen sind fest an meine Füße geschnürt, also auf geht’s. Ich machte mir im Grunde nur um die Sonne sorgen, den inzwischen war es schon 17:30 Uhr und ich hatte eigentlich keinen Bock im dunkeln durch den National Park rum zustampfen. Die Begebenheiten waren mir fremd und mein Ziolort mir ungewiss. Naja, wer mich kennt der weiß das ich mich davon nich abhalten lass. Die Wanderung war dominiert von brachen Buschland. Irgendwie surreal quasi mitten in Sydney durch Buschland zu wandern. Ich traf auf wunderschöne Ausblicke, eine Vielzahl an Echsen und sogar auf aboriginale Sandstein Einkerbungen, an denen aber schon deutlich der Zahn der Zeit genagt hat und teilweise nur noch zu erahnen waren. 50.000 Jahre sind halt ma nich eben n Wimpernschlag. Die Regierung hat die Einkerbungen jedoch schon mit Holz umrahmt und bittet darum diese nich zu betreten. Strange wenn man neben an die Ritzels der ersten Siedler sieht mit Name und Jahres zahl um 1700. Auf der hälfte des Weges machte dann drauf aufmerksam das der Nachfolgende Part mit „schwer“ eingestuft wurde. Da war ich ja ma gespannt. Das es unwegsames Gelände ist, war mir klar, aber ich habs mir scho a weing schwerer vorgestellt. Der einzige wirklich Anspruchsvolle Teil war der Am Strand wo ich über ein paar Felsen klettern musste um auf die andre Seite zu gelangen. Wie ich dann auf der andren Seite festgestellt hab hätte doch ein Pfad lang geführt. So wirklich anstrengend war also nich wirklich. Gegen ca. 20 Uhr bin ich dann in Tthe Strip angekommen. 4 Stunden, von wegen, vielleicht midm Offroad Rollstuhl. Mein erster Gedanke war es, den Weg wieder zurück zu laufen, denn es hatte schon viel Spass gemacht. Wie schon erwähnt hatte ich aber wenig Bock da im dunkeln rumzulaufen und erschwerend kam hinzu das es durch Flut bedingt nicht garantiert ist,d as man den kompletten Weg zurück kommt, den eine Passage ist nur bei Ebbe zu überqueren. Und so ging es nun also auf die Suche nach einem Bus oder der Bahn. Der Reiseführer sagt, am Südende der Stripbridge is die Busstation...hmmm... wo is die verdammte Stripbridge. So marschierte ich die dortigen Hügelstraßen rauf und runter und wieder hin und zurück. Aber niergendswo war die angepriesene Brücke. War auch ne guad bonzige Gegend in der ich da unterwegs war. Nach ner Zeit hatsma dann glangt und ich hab einen geldig aussehenden Kerl nach dem Weg gefragt. „Ja klar, einfach den Strand am Picknick Park vorbei, dann kommste zur Brücke. Ungefähr 2km“ Ja logo, zurück auf dem Weg zum Park sah ich auch schon die Brücke. Aufeinma hält der Kerl in seinem Lexus SUV neben mir den er grad in die Garage gefahren hatte und sagt. „Du siehst Müde aus, spring schnell rein, ich fahr dich bis zur Busstation“ wie gechillt war das denn, holt der Typ extra wieder sein Auto aus der Garage um mich dahin zu fahren!






Nach dem mir das Wandern so eine Freude bereitet hat beschloss ich am nächsten Tag nach Katoomba im Herzen der Blue Montains zu fahren, welche a bissl über zwei Stunden entfernt von Sydney liegen. Die Blauen Berge verdanken Ihren Namen dem blauen Dunst der Eukalyptus Bäume, der sich weitreichend über das Gebiet ausbreitet. Mal wieder rät LonleyPlanet nicht alleine zu wandern da sich selbst erfahrene Wanderer leicht verirren können. Jaja, auf den LonelyPlanet geb ich ja eh scho lang nix mehr! Von oben startet kann man eigentlich eh nur bestimmte Wege abgehen. Ma ausgenommen davon das ma Bock hat die Klippen runter zu hechten und dort durch die Büsche zu latschen. Im Tal schaut das ganze eventuell etwas anders aus, aber das steht erst das nächste mal auf dem Programm. Geile Ausblicken boten sich über das Jamison Valley und dem Sandstein gebilde der „Three Sisters“.welche dur Erosion geformt wurden Die Legende besagt das ein Zauberer drei Schwestern zu Stein verzaubert hat, um sie vor drei Nachstelzenden Männern zu schützen. Unglücklicherweise verstarb der Zauberer bevor er die Mädels zurück verwandeln konnte und so fristen Sie nun Ihr ewiges dasein. Ewig is vermutlich etwas zu weit ausgeholt. Der Sandstein wird ständig durch Witterung abgetragen und Spröde und so wird irgendwann der Tag kommen an dem eine nach der anderen Schwester in sich zusammen fällt. Forscher schätzen aber das das noch eine lange lange Zeitlang dauert. Auch hier war meine Wanderung durch einige kletter Passagen erweitert. Diesmal war ich jedoch froh turnschuhe angezogen zu haben, da der Track von den Katoomba Falls zum Echopoint und zu Füßen der Schwestern fordernder war als der Pfad von Manly nach The Spit. Nach einer Weile Stand ich vor der Entscheidung nach Leure weiter zu Wandern oder die Giant Stairs zu bewältigen nach Leure wärs ein Weg von 2 Stunden gewesen mit schwierigkeitsgrad „Medium“, zu den Stairs 45 Minuten mit Schwierigkeitsgrad „Hard“. Ich bin a hartes Kerlchen also nehm ich den harten Weg. Und ich war eh schon 4 Stunden unterwegs. Das die Stufen steil und schmal sein können habich auf dem Schild gelesen. Es wurde auch gewarnt den Weg nicht mit Herz oder Atem beschwerden zu absolvieren. Aber das es EINEN VERSCHISSENEN KILOMETER nur Treppe auf Treppe Bergauf geht, davon war kein Wort geschrieben. Nun war mir auch klar wie sich die 45 Minuten zusammen setzen. Auf dem Weg nach oben musste ich vier oder fünfmal pausieren. Scheiße war das Anstrengend! Mal wieder n gutes Gefühl richtig ausgepowert zu sein.


Gestern gings dann mit David, dem Kolumbianer aus meiner Wohnung, in einen Lateinamerikanischen Club. Lauter Menschen die Salsa und Merengue Tanzen da brauchma sich nich wundern wenn ma ab und an ma n Ellenbogen oder n Knie and den Schenkel abbekommt, denn das sind sehr Körperbetonte Tänze die einiges an Platz erfordern. Am Anfang erschien mir das alles ein wenig befremdlich. Nach einer kurzen Instruktion von David das ich eigentlich nur ein Schritt links und einen rechts abwechselnd machen muss. Mit einem netten Australischen Mädchen wurde die Theorie sogleich auch in die Praxis umgesetzt. Meine Hüfte die mir Anfangs etwas steif erschien wurde von Minute zu Minute lockerer. Das tanzen ging allerdings ganz schön auf die Bauchmuskeln. Südamerikaner sind auch alle ein bisschen offener. Da greift man sich einfach das Mädchen neben sich und dann wird abgedanced. Das gfreit mi, des habich des letzte mal aufm ungarischen Schleifenball erlebt. Da wir grad bei den Ungarn sind: Im Club habe ich ein nettes ungarisches Mädchen kennengelernt die mir zufällig eineJob möglichkeit vermitteln konnte.Ungarische Mädchen find ja eh extrem nice. Eine Freundin von Ihr arbeitet für ein Online Casino Als native speaking Customer Service Frau und die suchen eigentlich immer jemanden. In der Firma arbeiten auch fast nur Working Holiday Visler. Ich habe heute mit Ihr emails geschrieben und Sie konnte mir auch gleich einen Ansprech nennen, an den ich auch gleich eine Bewerbung geschickt hab. Hab bisher noch keine Ungarin getroffen die ich nich gemocht hab. Hab ich schon erwähnt das ich ungarische Mädels echt toll find?!


4 Kommentare:

  1. Hallo Markus,

    du siehst ja richtig fertig aus,war wohl sehr anstrengend der Weg nach oben.
    Wünsche dir noch viel Spaß bei deinen Unternehmungen.
    Alles Gute deine Mama

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  2. war schon nich ohne, aber hat sich auf jedenfall gelohnt :)

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  3. ja die Blue Mountains sind echt was feines wenn man auf Wandern und wunderschöne Aussichten steht. Allerdings fand ich die Leute in Katoomba eher unentspannt und genervt. Aber auch kein Wunder bei den Touristenmassen die da jeden Tag kommen :)

    Lg Niko

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  4. Merry Christmas von uns Dreien

    Weihnachtsgeschenk ist überwiesen ;-)

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