Mittwoch, 30. September 2009

Perspektivenwechsel

Flughafen Adelaide....mal wieder! . Positiv: Die kleine vom Check-In Schalter hat mich wiedererkannt und konnte mich sogar mit Namen ansprechen Nicht schlecht, Lob und Anerkennung für so ein gutes Gedächtniss. Negativ: mein Flug hat ca. 60min Verspätung.


Lassen wir die fünf Tage Adelaide Revùe passieren. Der Donnerstag begann erstmal damit, das ich mich nach nem neuen Hostel umgesehen hab. Das YHA war zwar schön und sauber, aber 29 Tacken die Nacht waren mir dann doch ein wenig zu viel. Nicht weit von mir entfernt befand sich Annies Place. Ein Tip von aus einem kleinen Büchlein das bei meiner VIP Backpackers Card dabei war. Das Gebäude stammte aus dem 19ten Jahrhundert und machte gleich einen einladenden Eindruck. Eine Klavier mit einer Büste von Mozart und an der Rezeption eine Büste von Einstein. Das ganze Hostel hatte 15 Zimmer mit, was das ganze mehr wie eine riesige WG hat wirken lassen. Würde sogar sagen,dass war das Hostel was mir bisher am besten gefallen hat.



So ziemlich jeder verdient eine zweite Chance, so auch Adelaide. Es hatte immerhin 5 Tage lang Zeit mir zu zeigen, das es mehr zu bieten hat als eine schäbige Hinterhof Attitüde. Aber erstmal zu etwas Grundlegenden: Essen! Der Markt hatte am Tag davor schon einen sehr netten Eindruck gemacht und irgendwie hat auch mal wieder Bock auf geiles Fleisch. In der Theke hatte mich dann auch gleich das „drunken lamb“ angelacht. Eigentlich wollte ich nur ein bissl was. Da der ganze Strang aber nur knapp 11€ für 1,4 Kilo kostete, und die Fleischwarenfachverkäuferin mir mitteilte das Sie den nicht schneiden sondern nur ganz anbieten, landete es in der Einkaufstüte. gibt’s eben die nächste Tage Lamm in diversen Variationen. Auf dem Markt einkaufen ist extrem geil. Ne Mango für 2$ (nichma 1,20€), 2 Zwiebeln und ne Knolle Knoblauch für 60 Cent. Des gfreit mi!


Gestärkt ging es in den Botanischen Garten. Der in Melbourne war ja nicht so der Burner, nachdem ich jedoch schon in der Stadt die ersten bunten Vögel gesehen hab, war ich hier sehr zuversichtlich.
Die Atmosphäre zwischen Fangornwald und Jurassic Park die der Garten verbreitete war atemberaubend. Geiler Regenwald abschnitt, ein internationaler Rosengarten, ein Weincenter, Haus für Tropische Wasserlilien und ein Kaktushaus. Besonders interessant fand ich das Kaktushaus. Um die Frage vorweg zu beantworten:Nein, ich habe keinen Heiligen Kaktus gesehen, aber ich hätte auch kein Taschenmesser für die Ernte dabei gehabt. Wissenwertes: Es gibt Kakteen die bis zu 20 Meter hoch wachsen können. Manche Arten können bis zu 5000Kg Wasser Speichern, was dem Gewicht eines Afrikanischen Elefanten entspricht. Davon ist es möglich 3000Kg innerhalb von 10 Tagen aufzusaugen, sofern ausreichend Wasser vorhanden ist. Während „normale“ Pflanzen bei einem Wasserverlust von 15-20% das zeitlich segnen, sind es bei Kakteen 60%. Sogar einen freilebenden Kakadau habe ich gesehn. Der is allerdings bissl blöd entgegen dem Licht gesessen, sodass das Foto nix geworden ist. Schade eigentlich. Mit dem einlagigem Klopapier hab ich mich ja inzwischen abgefunden, doch das hier schoss echt den Zacken aus der Krone. Ein Toilettenpapierspender der jedes Blatt einzeln ausgibt......


Leider war die restlichen Tage das Wetter so, wie der Andreas Auto fährt. Scheiße....

Beeindruckend war die South Australia Art Gallery. Ich bin ja bekanntlich ein Mensch mit vielen verschiedenen Interessen, so auch die Kunst, solange es sich nicht um Barock und Renessaince Kunst handelt. Damit kann ich ma gar nix anfangen, deshalb habe ich auch den Part des Museums nur Überflogen. Absolut hammergeile Aboriginale Kunstwerke! Leider war das Fotografieren verboten, aber im Internet lassen sich bestimmt ein Paar Bilder finden. Faszinierend waren die 16 Schwarzen Pappkartonblätter mit gefärbtem Spinnennetzen darauf. So einfach wie es war, so schön war es auch.


Die restliche Zeit habe ich eigentlich damit verbacht durch die Stadt zu spazieren und mich in den hießigen Parkanlagen rumzutreiben, die die Komplette Stadt wie ein Ring umgeben. So langsam fand ichs hier richtig geil...bis auf das Wetter und das man eigentlich nicht viel machen kann. Aber die Stadt ist sehr Charismatisch und überschaubar. Mittwoch Abend sind wir in nahe gelegene Pub wo jeden Tag Live Musik angesagt ist. Diesen Abend spielte „Emily Smart & the clever girls“ wobei die Frontfrau Emily das einzige Mädel in der Band war. Sehr geiler Sound. Ich würde es ma irgendwo zwischen den Cranberries, Mazzy Star und Kimya Dawson einordnen. Die kennt zwar bestimmt auch keine Sau aber Youtube ist euer Freund. Am nächsten Tag hatte ich in der Früh eine Reisende aus Dänemark kennen gelernt, die im Sandsturm im Outback unterwegs war. Die Fotos die Sie mir gezeigt hat waren echt der Hammer. Die ganze Luft war rot. „This was so amazing!“ Das kann ich mir vorstellen. Das hätt ich gerne Live gesehn. An den Strand bin ich dann auch noch gefahren. Naja, war nich so besonders. Der fehlende Sonnenschein und die Kälte haben das ganze weniger einladend gemacht.

2 Kommentare:

  1. Na sauber, tolle Geschichte! Jetz wars im nachhinein doch ned so schlimm :-)
    Dann wünsch ich dir ma das jetz bis nach Brisbane alles klappt, und denn endlich das "richtige" Australien samt seiner geilen wärme kennenlernst!

    Greets from fuckin cold Germany(hier isses bereits um 19:30 stockdunkel...),

    Stef

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  2. bist ja ein richtiger Kulturbursche geworden!

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