Mittwoch, 18. November 2009

Wasser und Wald


Mein bisheriger Aufenthalt in Cairns war sehr abwechslungsreich. Es war schön, erstaunlich, sagenhaft. Manchmal aber auch langweilig, langwierig und deprimierend. Generell besteht Cairns aus Aboriginies – die meist betrunken sind, aber da habe ich noch schlimmere Geschichten gehört, zu denen wir später kommen – Asiaten, die hier einen Großteil der Bevölkerungsschicht auszumachen scheinen und es wimmelt nurso von Deutschen und Holländern. Gelegentlich schleichen sich auch ma Engländer, Irländer und sogar paar Kiwis und Australier ein! Schon eigenartig wenn man in einen Souvenirshop geht und da läuft japanische Musik und alle angestellten sind Asiaten. Dann geht man in den nächsten und dort bietet sich das selbe Bild. Eigentlich ist das Bild in jedem Souvenirshop das selbe. Man kann also mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen das die hier zu erwerbenden Geschenkartikel ebenfalls in Asiatischen billig Ländern produziert werden. Auch der Nachtmarkt und der Rusty`s Markt liegen komplett in Asiatischer Hand. Was zum Teufel geht hier vor? Man sieht also fast nur Asiaten und Aboriginies, und da man nur die Asiaten arbeiten sieht, liegt der Verdacht nahe das Alle Indiogenen arbeitslos sind. Das is ehrlich gesagt auch das Image was die Eingeborenen hier haben: arbeitslos und betrunken.


Wie schon erwähnt haben Lena und Kathi sechs Wochen in Alice Springs gearbeitet. Das ist die Stadt in der Mitte des roten Zentrums von dem aus Touren zum Uluru gestartet werden. Auch genannt Ayers Rock. Ihr wisst schon, der große rote Feld mitten im Nichts der als Wahrzeichen Australiens gilt und eine der größten Heiligtümer der Aboriginie Kultur ist. In Alice herrscht eine enorm große Kriminalität, ausgehend von den Aboriginal People. Keine Seltenheit das Traveller mit Steinen beworfen , mit Messern bedroht werden oder sogar Schnittwunden davon tragen. LonelyPlanet rät dunkel beleuchtete Straßen zu meiden. Generell sollte man es aber tunlichst vermeiden überhaupt Nachts allein auf die Straße zu gehen. Das hat der Liebe Herr LonelyPlanet leider nicht erwähnt, genauso wenig wie die Arbeitslosenrate von ca. 30-40%. Es ist ja zu verstehen das so etwas Touristen abschreckt, aber dann sollte man doch wenigstens so ehrlich sein und einem darüber informieren das es hier sehr rough werden kann. Da geht’s zu wie in der Bronx. Ein paar Siedlungen sind mit Stacheldraht umzäunt und in den Bottleshops in vielen Städten des Northern Territory zu dem auch Alice Springs gehört, wird eine Akte geführt, wer was und wieviel kauft. Immerhin ein kleiner Schritt gegen das Alkoholproblem vorzugehen. Das führt anderseits dazu das die dort alle anfangen Lösungsmittel zu Schnüffeln. Dazu werde ich noch mehr berichten wenn ich vor Ort bin.

Kommen wir zu den schönen Dingen des Lebens. Am dritten Tag habe ich Lindy und Victor aus Holland kennengelernt die im Zimmer neben mir wohnen. Am Abend habe ich Sie gleich dazu eingeladen mit uns an den Strand grillen zu gehen. Die zwei sind Super lustig und nett. Ihr Plan ist die Küste runter zu traveln und dann für zwei Monate nach Japan zu fliegen, mit dem primär Ziel dort zu boarden. Anscheinend hat Japan die schönsten Skipisten der Welt. Was ma nich so alles lernt.Allerdings haben Sie in ihrer Reiseplanung nicht ganz bedacht das Japan extrem teuer ist. Ungefähr 40% teurer als Australien und das is echt nich billig. Auch irgendwie Strange mit seiner ganzen Snowboard Ausrüstung nach Australien zu fliegen .Abgesehen von Rika in Adelaide und zwei Niederländern an der Sunshine Coast waren Sie die ersten Holländer die ich kennen gelernt hab. Tja, nun sind es ein paar mehr, den mein ganzes Hostel ist bevölkert von Holländern. Vermutlich ham die jetzt Flugzeuge entwickelt indem se auch gleich ihren Wohnwagen reinkarren können.


Am nächsten Tag gings zum Botanischen Garten eine Stunde Fussmarsch über einen Fluss mit Krokodil Warnungs Schilder an den Auch gleich ein Frisch- und ein Salzwassersee liegt. Ein etwas komisches Gefühl, wenn man einen 5 Meter breiten Weg zwischen Fluss und See entlang läuft und weiß, hier könnten Krokodile leben. Ein Krokodil kann über eine kurze Strecke eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 60km/h erreichen. Die Erfolgsaussichten auf eine Flucht stehen da in einem ziemlich geringen Verhältnis. Das Highlight der Gefühle war dann der ca. 20 Minuten Rainforest Boardwalk zum Eingang des botanischen Garten. Extrem geil ma so durch den Regenwald zu stapfen. Luftfeuchtigkeit 100%! ich hab so derbe geschwitzt das das Wasser in meinem Rucksack stand. Dabei hat das Ladegerät von meinem Iphone das zeitliche gesegnet. Naja, ned so tragisch, am Tag davor habe ich mir einen kleinen Ipod Shuffle für umgerechnet 40€ zugelegt, da mein Laptop das Phone nicht mehr erkannt hat und meine Kopfhörer wie bekannt auf der fahrt nach Bundaberg dahingeschieden sind.


Der Botanische Garten bot eine unglaubliche Vielfalt an Wunderschönen Pflanzen, merkwürdigen Käfern und einigen Aga-Kröten. Das sind die lustigen Frösche die ein Halluzinogen absondern und von denen Australien überbevölkert ist. Eigentlich wurde diese Krötenart in der Mitte der Neunziger eingeführt um den Zuckerrohrkäfer zu bekämpfen. Die Interessen dieser Frösche lag allerdings weniger an den Käfern sonder mehr an der Fortpflanzung, so das diese sich zu einer echten Plage entwickelt haben und durch Ihr unersättliche Völlerei den einmischen Reptilien die Nahrungsgrundlage rauben. Nich grade sehr geil für das Ökosystem. In Südamerika war so ein vorhaben auch schon kläglich mit dem selben Resultat gescheitert. Hätt ma ma in Peru angerufen, wäre das vermeidbar gewesen. In der Simpsons Folge, in der Sie nach Australien fliegen wird dies persifliert indem Bart eine Kröte in einen Teich setzt. Am Ende der Folge sieht man einen ganzen Landstrich von Kröten überlagert. Nach dem Botanischen Garten ging es auf den Mount Whitfield, von dem man aus einem Überblick über Cairns hat. Ich wollte den 4-5 Stunden langen Blue Arrow Track laufen, hier musste ich mich allerdings den Mädels fügen, die nur den einstündigen Red Arrow Track laufen wollten.


Am Fuß des nur 400Meter hohen Berges wiesen unzählige Schilder daraufhin das hier der Lebensraum des Cassowary ist. Vielleicht erinnert ihr euch an den strangen Laufvogel aus dem Australia Zoo, dessen Namen ich vergessen habe, Cassowary hieß er also. Folgende Regeln gilt es bei auf einander treffen, mit diesem sehr gefährlichen 1,70 Meter großen Lebewesen zu beachten: Niemals mit Rücken zu Vogel weglaufen, sollte ein Cassowary zu nahe kommen, einen Rucksack, Pullover oder ähnliches zwischen sich und den Vogel halten. Sollte es auf einen zu Rennen, hinter einen Baum stellen und vorfahrt gewähren. Cassowarys sind ungemein neugierig,haben an jedem Fuß rund 11cm lange Dolch artige Krallen sind unerlässlich für das Ökosystem des Regenwaldes. Hintergrund ist der , das der Kasuar ungefähr verschieden 30 Frucht arten verschlucken kann – wie z.B. die Palmen Pflaume - die für andere Tiere viel zu groß wären. Die Samen scheidet er unbeschadet mit seinen Exkrementen wieder aus, die für die Samen wie ein Hochpotenter Dünger wirken. Mudda Natur hat echt einiges aufm Kasten! Nach ausführlichen Studieren über das Leben dieser vom Aussterben bedrohten Kreaturen ging es hoch auf den Berg. Zugegeben, 400 Meter hört sich nicht sehr hoch an, und das ist es eigentlich auch nich. Leider wusste keiner von uns das diese 400 Meter quasi nur aus Treppen bestanden die es zu erklimmen galt. Jesus, waren wir fertig! Selbst Kathi als Leichtathletin war am Ende ihrer Kräfte.



Cairns war hauptsächlich überschattet von Regen. 8 Tage in Folge hat es geregnet, das klingt nach dem Anfang der Regenzeit, wobei für gewöhnlich die Regenzeit in der Zeit um Weihnachten beginnt. Soviel Regen Anfang November ist ungewöhnlich. Wenigstens hatte es nur an 2 Tagen komplett durchgeregnet. Da war es ma wieder Zeit für etwas Kultur und so beschloss ich mal wieder eine Art Gallery zu besuchen. Ungewöhnlich das die hier etwas kostet, das war ich garnimma gewohnt. 5$ waren schon OK und dort war echt ma wieder geile moderne Kunst zu sehen. Unvorstellbar wie man auf 1 ½ kleinen Stockwerken fast 2 Stunden verbringen kann. Danach gings direkt in das Aborignal Art Center. Weniger ein Kunst Museum sondern eher eine Vernisage wo Aboriginal Künstler Ihre Bilder, Seidentücher Digderidoos und Bücher verhökern. Wunderschöne Bilder von denen ich mir mindestens 70% der Austtellungstücke in die Wohnung hängen würde. Zwischen 30x40 cm und 300x300cm Bildern war alles vertreten. Die Preise die zwischen 1.500,- und 30.000,- liegen, haben mich dann aber relativ flott wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Einiger dieser Exponate sehen auf der Haut bestimmt auch geil aus. Neben abchillen an der Lagune gab es natürlich auch noch das leidige Thema: Arbeitssuche! Ich hab mir das eigentlich in Cairns relativ easy vorgestellt da es hier unmengen an Cafes und Restaurant gibt. Standard Antwort war allerdings: Derzeit haben wir keine Stellen frei, aber weisst du, es kann sich jeden Tag ändern. Lass ma dein CV hier, wir rufen dich an... Nun sollte es doch langsam Richtung Süden zurück gehen, den auf Regen habe ich eigentlich weniger Bock. Der Regenwald heißt nich umsonst Regenwald! Die Suche nach einem Lift ging Los und ich wollte unbedingt nochmal das Great Barrier Reef sehen und in die Tiefen des Regenwaldes, genauer gesagt in das Cape Tribulation und den Daintree National Park eintauchen. Ich hab auch eine Lift gefunden. Ein Israeli der sich auf den Weg Richtung Sydney machen wollte, drei Wochen eingeplant hatte und dabei das komplette Touri Programm durchziehen wollte. Das komplette Touri Programm?! Das war mir dann doch ein bissl too much. Drei Wochen sind OK aber, ich will eigentlich mehr durch die National Parks und die Wasserfälle, weit weg von Städten die einen mit Touren zubomben wie Airlie Beach. Whitsunday waren echt geil, und eigentlich wollte ich auch zu Magnetic Island und Fraser Island, hier gibt es jedoch mehr zu sehen als Touristisch überlagerte Inseln, die einer Massenabfertigung gleichen. Ich fänds auch nicht sonderlich schade wenn ich diese Inseln nicht sehen würde. Vielleicht komm ich ja nochmal her. Mein Grobe Route sollte eigentlich der Weg zurück zur Sunshine Coast sein und dann nach Sydney um von dort aus nach Weihnachten, Sylvester und dem Tenacious D Konzert so schnell wie möglich an die Westküste zu gelangen.


Wie Ihr ja bekanntlich alle wisst, habe ich immer einen unglaublichen Spass daran, den Leuten um mich rum einen total an den Haaren herangezogenen Scheiß als bare Münze zu verkaufen und mich darüber köstlich zu amüsieren. Hier habe ich einen herzhaften Fun daran gefunden den Leuten zu erzählen ich komm aus Grönland. Am liebsten erzähl ich das den Deutschen. Der erste versuch mit Tom aus Waging hat auch ganz gut geklappt. Schon das man am Akzent Deutsche erkennt aber die meisten Deutschen mich nich erkennen. Das ich als Grönländer Waging kannte da meine Eltern aus Bayern kommen haben Ihn noch nich verwundert. Als Lindy und Victor sich totgelacht haben und meinten ich soll nich son Scheiß erzählen wurde er auch noch nich stutzig. Auch nich auf Victors Frage nach Grönlands Hauptstadt , auf die ich ma garnich vorbereitet war, macht mir der Arsch doch glatt alles kaputt...hmmm... Greenland Capital City, is klar ne! Keine Sau weiß irgendwas über Grönland - Naja, inzwischen hat mein Freund Wikipedia mein wissen etwas aufgewertet, was meine Geschichte glaubwürdiger macht -Erst als ich dann mal beiläufig Hans Söllner erwähnte und n bissl boarisch gsprochn hab war ihm die ganze geschichte dann doch nich so ganz geheuer. Am Lenas und Kathis letzten Abend hab ich das ganze dann gleich nochma inner Bar bei nem Engländer aussprobiert. Eigentlich bin ich davon ausgegangen der checkt wo ich herkomm, FAILED. Damit bin ich ma wieder voll in meinem Element.

Für Freitag war mein Trip an das Outer Reef angesagt. Der Morgen in Cairns war, wie solls auch anders sein, verregnet. Das kann ja ein tolles Erlebnis werden....Nach zwei stündiger Fahrt kamen wir dann am Riff und unserem ersten Spot an. Das Wetter war hier ein ganz anderes. Strahlender Sonnenschein! Erst wurden wir auf eine von Vögel belagerte Insel abgesetzt auf der schätzungsweise 50.000 Vögel leben und brüten. Weite Teile waren mit einem Seil abgesperrt. Sollte man dieses Seil überschreiten wurde man mit Strafen von 7500$ belastet. Harter Shit! Die Optionen waren sich von der Insel wieder abholen zu lassen oder bis zum Boot zu Schnorcheln. Ich war in der späteren Probetauch Gruppe und ich wollte sowieso quer übers Riff zum Boot Schwimmen.Der Ursprungsplan war zu Schnorcheln, ma das 10 minütige Probetauchen mitzumachen in dem einen erklärt wird wie das ganze funzt und dann weiter zu Schnorcheln. Das Tauchen hat mich so gefesselt das ich dann aber doch gleich mit hinab in die Tiefe bin. 6 Meter unter Wasser ist das Leben ein ganz anderes. Nehmt meine Erzählungen vom Schnorcheln, mulitpliziert das mit Faktor 1.000 und ihr hab annähernd ne Vorstellung wie geil das war. Beeindruckend wie man unter Wasser quasi selbstverständlich atmen kann. WIE GEIL WAR DAS DENN! „War geil oder? Magste beim zweiten Tauchgang auch mitmachen?“ Aufjeden mag ich, Wohoo! Der zweite Spot war das „Paradise Reef“. Hier war der Name Programm Blau leuchtende Korallen, Skalare die ungefähr einen halben Meter Groß sind, Fische mit Tiger und Leoparden Muster und Schwärme soweit das Auge reicht. Beim zweiten Tauchgangn stand meine Kamera allerdings noch im Video Modus und unter Wasser habichs nich so ganz hinbekommen das Programm Rädchen zu drehen. Dafür habich jetzt ein paar Spektatkuläre HD-Video aufnahmen. Tauchen war echt der absolute Oberhammer!! Geil war auch die Fischfütterung. 20 Dieser Fetten Skalare, drei rießige Greyfish und ein 1 Meter Bluefish waren zu gange und haben sich wie verrückte auf die Fischstücke gestürzt. Wissenswertes: Der Bluefish kann in einer Sekunde vier mal Seine Körper länge schwimmen, das heißt in einer Sekunde 4 Meter. Er zählt zu den schnellsten Lebewesen der Erde.


Falls jetzt die Frage aufkommt wie ich den das ganze mit meiner kaputten Kamera gemanaged habe... ich hab mir eine neue rausgelassen. Eine Samsung WB500, ne SLR wär zwar echt fett gewesen, aber die Reisekasse hatte dann doch ein paar Einwände. Folglich musste ich mir auch wieder eine neue Wasserdichte Tasche kaufen. Kostet 60$, easy. Mein Weitwinkelobjektiv is allerdings so weit das die Standardtaschen nich passen und ich zur nächsten größeren umsteigen musste. Das war dann schon die Tasche für eine Spiegelreflex, die dann glei mit 100$ zu buche schlägt. Zähneknirschend bin ich diesen Deal eingegangen. Die Fotos und Videos waren es aber wert. Insgesamt war des allerdings nochmal eine Investition von über 500$. Naja, wenigstens bin ich meine andere Tasche für 40$ Dollar losgeworden. Ich hab zwar in Airlie 90$ gezahlt und hier kostet Sie 60$ aber wenigstens noch etwas bekommen. Lindy hatte mir dann erzählt das Sonne Wasserdichte Tasche für Spiegelreflex in Europa um die 200€ kostet. Positiv: Guad was gspart im gegensatz zu Deutschland. Negativ: Jetzt kanni weniger chillen und muss mehr arbeiten.


Am Samtag begann dann die Fahrt zum Cape Tribulation am Rande des Daintree National Park in die Tiefen des Regenwaldes. Der Tag begann mit richtig geilem Wetter und unser Busfahrer/Guide George,, ein Aboriginie, hatte einiges an Wissen über die Umgebung und die Indiogenen auf Lager. Seine Großmutter stammt vom Stamm der Irukandji von der auch die Qualle Ihren Namen hat. Die Irukandji ist neben der Seewespe, die gefährlichste Quallenart die in den Meeren Ihr unwesen treibt. Der erste Stop war Mossman George, eine Schlucht durch die ein Kristallklarer Fluss führt. Hiert wurde man an Schildern auch über das Leben der Würgefeige informiert. Ein Vogel setzt den Samen auf einen Baum, die Feige wächst schlingert sich nach unten entzieht dem Baum seine Nährstoffe und erdrosselt ihn so langsam und qualvoll. Was sehr schön aussieht, ist im Grunde genommen der Mord unter Pflanzen um Nährstoffe. Danach ging es in den Daintree Zoo, der mich eigentlich eher abgeschreckt als begeistert hat. Papageien und Kakadoo Arten die in Käfigen gehalten werden die nicht viel größer waren als Sie selbst, echt schrecklich. Ein Mini Gehege für ein Paar Wallabies und ein Wombat. Wenigstens durften sich die Wallabies wenn Sie etwas größer waren frei auf dem Gelände bewegen, was allerdings auch nich grade Groß war. Nebenbei gab es noch einen Cassowary und ein paar Krokodile.



Mit der Fähre ging es dann über den Daintree River, in dem sechs Männliche Krokodile leben auf welches jeweils 12 Weibchen kommen. Also Summasumarum 78 Krokodile! George hat uns dann erzählt wie vor knapp nem Monat ein 18-19 Jahre altes Pärchen in der Nähe des Rivers gecampt hatte. Auf einmal waren Sie verschwunden.... Man erschoss das Krokodil Weibchen dessen Revier in der Nähe war und Schnitt es auf. Zum Vorschein kamen Gegenstände mit der Das Mädel zu identifizieren waren. Folglich ging man davon aus das der Junge vom Männlichen Krok gefressen wurde. In den letzten Jahren gab es kaum Krokodils Unfälle mit Todesfolge. In den letzten 18 Monaten allerdings 8! Wer is auch so blöd und Camped neben einem Krokodil verseuchten Fluss. Die Fahrt ging weiter das Herz des Daintree wo uns George durch Guidete. Unter anderem erzählte er uns wie aus den „Green Ants“, Ameisen mit Grünen Kopf und Hinterleib ein nach Limone und Zitrone schmeckendes warmes Getränk zubereitet wird. Er lernte uns auch ein paar Wörter der Aboriginie Sprache die ich leider alle vergessen habe. Ein Ungemein Informativer Walk durch den Regen wald.


Darauf folgend ging es dann in den kleinen Ort Cape Tribulation,den Ort der blau schimmrigen Schmetterlinge, den ich dann gleich mal mit Julia, ich in der Früh vor unserem Hostel kennengelernt hab, erkundete. Sie wollte einen Nightwalk durch den Regenwald machen. Die Idee mit Taschenlampen bewaffnet durch den Regenwald zu strahlen hörte sich eigentlich recht geil an, den Nachts is da mehr Äktschn als tagsüber. Leider war die Tour jedoch schon ausgebucht. Madig, des hätte ma echt gern gemacht. Im Hostel ham wir dann noch einen Flyer entdeckt von einer Exotic Fruit Farm. 20$ dafür das man 10 Tropische Früchte essen kann und einem der Anbau und etwas zu den Früchten erzählt wird...das Fand aber leider um 2 Uhr Mittags statt. Da wir erst um halb 3 im Cape Trib angekommen sind und am nächsten Tag um halb 2 abhauen viel die Führung ins Wasser. Dann lass einfach ma am nächsten Tag da auf blöd vorbeischaun und fragen ob ma paar Früchte Testen und kaufen kann. Schonma ein Plan für den nächsten Tag. Der Weg führte in den Supermarkt wo ich mein Vorrat an Tabakwaren nachfüllen wollte. Hierzu sei erwähnt: Ich glaub Cape Tribulation is der teuerste Ort in Australien. Wollte der Spinner doch echt 20$ fürne Schachtel Zigaretten. Da hör ich echt lieber auf zu rauchen. 4,50$ fürne Flasche Wasser die im Woolworth`s 70cent kostet. Sgehdn hier, dort ziehnses den Touris ma richtig krass aus der Tasche. Ich frag mich wie die Leute die dort arbeiten des managen, des kann sich doch keine Sau leisten.


Weiter ging es zum Beach wo wir erstma auf eine Warnungschild für Seewespen und Krokodile stießen. Am Strand merkte ich das erste mal das Julia n bissl schißrig is (Sorry Julia ;-)).
„Glaubste hier gibt’s Kroodile“ - Ajo, hier gibt’s Warnschilder, die vom Hostel hat gesagt im dem Fluss dahinten soll ma besser nicht Schwimmen, kann scho sein... also schauts aus, gehma schwimmen? „Du spinnst doch!“ Der Strand war fast so geil, weiß und rein wie der am Whitehaven Beach. Erste was uns auffiel, überall wo der Sand etwas nass war, waren kleine Löcher die von unzähligen kleinen Sandperlen umgeben war. Das sah ma strange aus. Nach kurzen haben wir auch festgestellt wofür die Löcher da waren. Es tummelten sich scharen von winzig kleine Krebse die in den Löchern verschwanden und die kleinen Sandperlen rauskickten. Sowas komisches habich noch nie gesehen. Der Weg führte uns weiter in Richtung eines Mangroven Wäldchens am Rand des Strandes. „Schau ma, dahinten siehts nach Krokodil aus, lass ma hingehn vielleicht sehma eins“ - „Du kannst ja gerne hingehen, ich warte hier auf dich“ - „Ach komm schon nur ein Stücken“ Ein Kleines Stückchen ist Sie mitgekommen, als Sie allerdings ein Wasserloch entdeckt hat war Schluss. „Weiste was, geh ruhig weiter ich dreh schonma um!“ Also ging ich ma weiter. Von etwas weiter weg erschien das Wasser glasklar, als ich jedoch näher kam sah ich das es der ausläufers eines Tiefbraunen Flusses war. Langsam tastete ich mich auf eine Meter vor, und von Meter zu Meter wurde das Gefühl etwas komischer.


Der Fluss 2 Strände weiter ist auf der Karte mit großen Krokodil Symbolen eingezeichnet, also bestünde die möglichkeit das die sich hier auch rumtreiben. 10 Schritte vor dem Wasserloch entschloss ich mich dann doch zu Julia zurück zukehren... man muss sein Glück nicht unnötig herausfordern,aber son kleiner Adrenalin Schub, hat schon was. Von da an gings am Strand Richtung unseres Hostels. Nach wir einen einen weiteren kleinen Knöcheltiefen Flussausläufer überquert haben, und so am Strand entlang schlendert gab Sie auf einma einen lauten Schrei von sich und Sprang einen riesen Satz zur Seite. Was gehdn jetzt ab? Neben uns lag eine bunte Languste die, mit Fühlern mitgerechnet, ungefähr n Meter groß war, vielleicht n bissl länger. Auf dem Weg zum Hostel sind wird an einem sehr merkwürdigen Baum vorbeigekommen, der über und über übersät war mit kleinen Dingern die aussahen wie Äpfel allerdings wie Pilze auf diesem wuchsen. Müssma morgen glei ma George fragen was des fürn stranges Dingens is.



Am Abend habich Tom getroffen, der mit seiner Sprachschule auch im Cape Trib war und die im selben Hostel residierten. Lustigerweise hieß deren Aboriginie Guide auch George. Da kam mir so der Gedanke, das George wahrscheinlich gar nich deren richtiger Name ist sondern sich nur zur vereinfachungs halber sich so nennen lasse. Wer weiß obs irgendwer gepackt hätte die Aborigine Namen richtig auszusprechen. Der Plan war Abends ma das - Nachtleben klingt etwas zu lebhaft – Getränke aufkommen des Regenwaldes im PKs zu erkunden. Ich bin in der Dämmerung schon zum PKs hingelaufen und in der Dunkelheit zurück, von daher war ich schon darauf vorbereitet die Taschenlampe mit zunehmen, den es war einfach Tiefschwarze Nacht und ich konnte den Rückweg nur mit den sanften Licht meines Handys erahnen. Glücklicherweise hatte ich 2 Captain Morgan Werbegeschenk LED Taschenlampen dabei, da meine gscheide in Cairns im Rucksack lag. Der Weg zur Bar war schon atemberaubend. In dieser vollkommender Dunkelheit kamen die Sterne Richtig krass zur geltung. Ich habe noch nie soviele Sterne gesehen. Ein Wunderschöner Anblick im Herzen des Tropischen Far North Queensland.




Für den Nächsten Morgen war ein Spaziergang durch den Dubuji Nationalpark, die Exotic Fruit Farm und ein besuch einer Krokodilfreien Frischwasserstelle geplant. George, der Guide von der Sprachschule hat für die am Morgen erstma dickst ein aufgegrillt, mit Annanas, Speck und Eiern, von denen Julia und ich auch etwas abbekommen haben, eigentlich wollte ich nichts Essen, da ich exotische Früchte Frühstücken wollte, aber er wollte es nicht wegwerfen, den bei den Aboriginies wird nichts weggeworfen, den du kannst niemals wissen wann du wieder Nahrung bekommst. Ehrlich gesagt sah er nicht unterernährt aus, aber so ein netter und lieber Kerl. Am Abend davor hat er Julia schon ein Steak geschenkt, ich hatte zu den Zeitpunkt leider geschlafen. Ihn haben wir dann auch gleich gefragt was es mit den Pilz-Äpfeln auf sich hat. Er hat uns aufgeklärt das es sich um eine sehr süße, schmackhafte und saftige Feigen Art handelt. Wenn Sie weich sind kann man Sie essen. Logo, des probier ma doch später glei ma aus. Logo, des probier ma doch glei ma aus. Frisch gestärkt ging es erstma auf den Boardwalk durch den Dubuji National Park wo wir ein extrem seltenes Baum Känguruh zu gesicht bekommen haben, was nur auf zwischen dem Daintree National Park und Cooktown vorkommt sowie einen bordeaux roten Baumstumpf. Der Regenwald is echt was richtig geiles! Auf den Weg zurück hat dann auch noch ein Waran unseren Weg gekreuzt. Die Toilette dort war mir etwas unheimlich, den ich musste gleich daran denken als meine Australischen Nachbarn in Airlie Beach, in der Früh den Toilettendeckel hochgehoben haben und dort ne Schlange saß.



Der weg führte uns nun zu der Exotic Fruit Farm, doch da folgte gleich eine ernüchterung. Füchte testen NUR um 14 Uhr und keine Früchte zum verkauf. Was soll den der Scheiß, was machen die den mit den ganzen Früchten?! Das machte erstma n Strich in unsere Planung, aber wir standen vor einem Jackfruit Baum. Unser Guide hatte am Vortag noch gesagt: „smells like hell, taste like heaven“. „Was meinste, soll ma uns da einfach eine mitnehmen?“ So stellte sich Julia ma schnell zur schmiere auf und ich Schnitt eine schöne Frucht vom Baum, die dann auch gleich in meinem Handtuch eingewickelt in meinem Rucksack verschwand. Leider hatten wir weder n Plan ob das Dingens schon zum verzehr reif war, noch welche Teile essbar waren, also George fragen wenn er usn abholen kommt. Nun ging es auf zum Wasserloch, welches sich hinter einem dichten Gebüsch befand mit einer geilen Liane zum ins Wasser schwingen. Eine geile Abkühlung bei dem brutal heißem Wetter. Hier war ein wunderschöner Fleck Natur, vielleicht sogar das schönste was ich vom Cape Trib gesehen hab. Wenig später folgte Toms Sprachschule. Einer der verrückten Schweizer is dann glei ma von nem 5 Meter hohen Ast ins Wasser gejumped, was ein verrückter Hund!
So langsam wurde es Mittags und die Fahrt zum Daintree River Corcodile Cruise war angesagt. Unser Fahrer Rückzug war leider nich George, sonder Peter, der auf jeden seiner Sätze sagte. „no worries, too easy“ No worries, too easy die ganze Fahrt über....



Der River Cruise sollte eigentlich 60 Minuten dauern, nach 30Minuten war allerdings schon Schluss... Der Skipper sagte uns es gebe eine 75% Erfolgschance ein Krokodil zu sehen, da es eigentlich zu dieser Jahreszeit für Sie zu heiß ist um an Land zu sein. Wenn wir ein Krokodil sehen sollen wir auch nicht alle auf eine Seite stellen, da sonst das Boot kentert. Nicht sehr Ratsam in einem Fluss in dem knapp 80 Krokodile abchillen. Ein Kroko haben wir auch gesehn, allerdings mit vier Metern eher eins von den kleineren. In diesen Gewässen lebt auch Fat Albert, ein 8 Meter langes Reptil, dessen Territorium man am besten nicht zu eindringt. Neulich hatte es mal einer gewagt sich mit seinem Boot zu nahe in seinen Bereich vorzustoßen. Fat Albert ist darauf hin aus dem Wasser geschossen und hat in die Rehling gebissen, welche er wie Knetmasse plattgedrückt hat. Kurwa, dem Vieh möchte ich nich zu nahe kommen. An Land sind habe ich dann nochmal unsere Aboriginie George getroffen und gleich mal nach der Jackfruit befragt. Diese ist erst richtig essbar wenn Sie weiche ist, was nach seiner schätzung noch ungefähr eine Woche dauert. Wenn Ich Sie öffne soll ich Messer und Hände mit Öl einschmieren da die Frucht eine Flüssigkeit absondert die wie Kaugummi klebt. Das mit dem kleben habe ich dann auch an meinem Handtuch gemerkt, den der Steile an dem ich Sie abgeschnitten hab, hat die ganze Zeit diese Flüssigkeit abgesondert.



Auf der Fahrt zurück nach Cairns, hat uns Peter dann noch eine kleine Anekdote erzählte. Vor knapp einem Monat haben ein paar jugendliche an einem River nähe Cairns ein Paar Bier getrunken. Einer der Buam is an den Fluss gegangen um sich Hände zu waschen und in dem Moment als er sich die Hände wusch, schnappte ein 1,50 Meter Krokodil aus dem Wasser nach seinem Kopf und versuchte Ihn ins Wasser zu ziehen. Die anderen Jungs haben daraufhin das Krokdil mit ihrem Bierflaschen beworfen, und natürlich als die leeren aus waren, haben Sie die vollen zum werfen hergenommen. Das Krokodil sah nach einer Zeit ein das er den jungen heute wohl nicht mit in sein Wasserreich hinabziehen würde und ließ los. Die Zeitungen feierte die Jungs als Helden: Das skurrile an der Geschichte ist jedoch, das die Zeitung nich vordergründig das mutige einschreiten der Burschen hervorhob, sondern eher das Sie Ihre VOLLEN Bierflaschen geopfert haben.


Zurück in Cairns stellte sich mir dann erstma die Frage: Und Nu? Ich wollte definitv Richtung Süden, aber die Chancen auf einen Lift waren jetzt nich so prickelnd. Schau ma ma dann sehmas scho. Prinzipiell wollte ich hier keine Zeit mehr verschwenden. Im Grunde genommen habe ich Sie ja eigentlich nicht verschwendet, den ich hab hier tolle 2 Wochen erlebt. Inzwischen ist auch Alex aus Maroochydore hier angekommen. Sie hat sozusagen „Urlaub“ gestern Abend ging es Dann mit Julia und einer Freundin von Ihr indisch essen. Supergeil, ich hab seit Melbourne nicht mehr Indisch gegessen. Später ist auch noch Alex dazu gestoßen mit der wir uns ins Pub gesellt haben. Geplant war das ich kurz vor Weihnachten an der Sunshine Coast bin, Claire einpack und mit Ihr Richtung Sydney aufbrech, da wär nun Alex mit am Start. Generell eigentlich sehr sehr geil, ich habe mich nun allerdings entschlossen in  Richtung Sydney zu steigen und dort nach ner Arbeit und ner Wohnung zu suchen. Lustigerweise habe ich die gleiche Flugzeit erwischt wie Julia heute, die Übermorgen von Sydney wieder nach Deutschland fliegt., was allerdings auch heißt, um 3 Uhr Morgens aufstehen, aber dafür bin ich um 11:30 in Sydney.
Viel Spass beim Input verdauen.

1 Kommentar:

  1. Schick mal ne jackfruit rüber. In Minga kostet eine Scheibe ca. 5 cm dick ca. 60 EUR. is aber voll lecka. riecht nur bissl streng

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