
Die ganze Woche habe ich mich schon darauf gefreut! Um 7 Uhr aufstehn und Duschen, das Softbag fürs Boot fertig machen, mein Gepäck lagern und auf zum Able Point, der Bootsanlegeplatz. Der Tag begann mit einem leichten Nieselregen, der aber relativ bald wieder aufhörte. Ich hoffe das bleibt schön und wir haben perfektes Segelwetter. Am Hafen wurden wir dann von unserem Skipper Tris begrüßt, der uns zu der Sport Yacht führte. Die anderen 2 Crew Mitglieder wurden vorgestellt und man bat uns, unsere Schuhe abzugeben. Auf der Yacht wird nur Barfuß gelaufen.. Das Schiff sah echt nice aus, etwas klein aber das war ja auch der Sinn dahinter. Wir waren 12 Personen, 8 Deutsche, ein belgisches und ein französisches Pärchen. Eigentlich hatte ich mit weniger Deutschen Gästen gerechnet, aber so isses nunma. Nachdem wir uns die erste halbe Stunde mit Motorantrieb vom Hafen entfernt haben, war nun Segeln angesagt. Also erstma Segel hissen, wozu gleich Lukas und ich beordert wurden. Nach einer kurzen Instruktion gings auch los. Gar nich so einfach wie das immer aussieht, irgendwann stoppt das Tau und kräftiges ziehen is angesagt. Und unglaubliche viele verlegte Seile das aber jedes seinen bestimmten Zweck erfüllt. Mir war ja klar das ein Segelschiff aus vielen Seilen besteht, aber so viele?! Als die Segel gehisst waren ,wurden wir alle gebeten uns auf die rechte Seite des Schiffes zu setzten, da es nun ein bisschen unruhig wird. N bisschen is gut, das Schiff stand teilweise komplett auf einer Seite. Komisches Gefühl wenn man nach hinten blick und es geht ziemlich steil nach unten Richtung Wasser. Dafür aber auch unglaublich Geil.

Nachdem wir ca. 2 Stunden unseren Weg durch das Korallenmeer gebahnt hatten, Sind wir an eine Sandbank gekommen, an der wir erstmal abhängen konnten. Jegliche Wege von der „Iceberg“ zu den Spots wurden mit einem motorisierten Schlauchboot durchgeführt. Ein schöner Flecken mitten in den weiten des Meeres. Danach war erstmal Mittagessen und unser erstes Schnorchelgang angesagt. Mein Schnorchel schien ein bisschen undicht gewesen zu sein, da ich die ganze Zeit Salzwasser mit eingeatmet hab und dem entsprechend auch natürlich oft verschluckt habe.. Alles andere als angenehm, aber die spektakuläre Korallen und Fischwelt haben das bei weitem ausgeglichen. Fische in allen möglichen Farben, Größen und Formen. LEGENDARY...bis mir vom Salzwasser schlecht wurde. Noch was is mir dann unter Wasser aufgefallen. Meine Kamera funzt nich! Akku leer?! Kann eigentlich nich sein, der Akku war voll und auf dem Schiff ging se noch. Vielleicht isses auch nur der Bildschirm schwarz, weil die Sonne so stark aufs Display scheint. Hierbei sei noch zu erwähnen, ich habe mir am Tag davor ein Waterproof Case für meine Cam gekauft, da Fotos mit ner Quicksnap scheiße ausschauen. Das Teil hat 90$ gekostet, aber das war es mir Wert in Anbetracht dessen, das ich ja wahrscheinlich öfters ma unter Wasser binund geilere Fotos schießen kann. Am Tag davor habe ich natürlich ausprobiert ob die Tasche wirklich so Wasserdicht is, und Sie war es. Hmmm... der Blitz funktioniert aber. Was is da los was wird da gspuit?! Am besten einfach ma auf alles drauf halten und dann an Bord nochma nachchecken. Tatsache, der Bildschirm bleibt schwarz, aber die Kamera ist trocken. Allerdings zog sich ein kleiner weißer Strich durch das linke untere Eck des Displays. Putain!

Was nun? Einfach ma weiter drauf halten und dann am Laptop schaun ob ich überhaupt was geschossen.hab. Da gestaltet sich das fokussieren und zoomen schon enorm schwierig. Schau ma amoi dann sehmas scho. Weitere Nachteil war, ich hatte keine Ahnung wie viel Platz ich noch auf der Karte hab. Bevor ich los bin hatte ich für weitere 200 Fotos Platz. Wenn ma allerdings unermüdlich wie n blöder drauf los schießt, da man ja nich kontrollieren kann ob das Foto was wurde, verliert man ganz schnell das Gefühl für die Menge die man bereits verknipst hat. Im Anschluss gings weiter zu unserem zweiten Stopp. Ich hätte nicht gedacht das Segeln so viel Spaß macht, aber das war einfach mal was komplett neues für mich. Am zweiten Spot waren zwar die Korallen nicht so schön und bunt wie beim erstem, dafür mehr Fische. Ein Schwarm von ca. 1 – 1,5 Meter langen Fischen mit einem Hugel auf der Stirn sind unter mir entlang geschwommen. Krasse Viecher! jedes mal wenn Sie Zentimeter große Stücke von den Korallen abgebissen haben, hat man es durch das ganze Wasser krachen gehört. Von Fischen mit Zebra streifen, gelben Fischen mit riesen Trompetennasen und einem eigenartigen barsch ähnlichen Fisch der in allen Regenbogenfarben schillerte ging es dann wieder zurück auf die Iceberg. Diesmal konnte ich meinen Schnorchelabenteuer noch mehr genießen, da diesmal mein Schnorchel dicht war, aber vielleicht war ich beim ersten mal auch einfach nur ein bisschen zu dumm zum Atmen.

Wir machten uns nun auf den Weg zu unserem Standort für die Nacht, 2-3 Stunden Segeln bis zur Hamilton Passage, ein Passage die zwischen den Bergen der Whitsundy Island und der Hamilton Island lag. Optimal da, Wind geschützt, der zweite Tag sollte uns dann zum Whithaven Beach führen. Auf dem Weg dorthin ging die Sonne unter,. Traumhaft wie hinter einem Der Himmel sich Orange rot färbt und die Sonne hinterm Horizont verschwindet und vor einem, im rosa-hellblauen Himmel der Mond aufsteigt. Spektakulär, wie gemalt, fuckin Amazing! Am Abend haben wir uns am Deck des Schiffes versammelt, etwas Bier und Wein getrunken und über den Melbourne Cup gesprochen. Das größte Pferderennen der Welt , wenn mich nich alles täuscht und der wichtigste Tag in Australien. Überall geht Party und wirklich jeder platziert Wetten. Auch unser Co-Skipper, der vom Boot aus seinen Buchmacher angerufen hat. Der Skipper war ein echter Seemann, er hat sich zum Schlafen zwischen die Segel gelegt, sah recht gmiatlich aus. Das Aufwachen am nächsten Morgen war ein stranges Gefühl. Die Yacht war schon losgefahren. Man liegt im Bett und einem durchfährt das Gefühl als wurde man auf und ab wie ein Delfin durchs Wasser gleiten. Was ma ja im Grunde auch tut, nur eben von Holz und Metall umgeben. Unser Ziel des Tages war der Whitehaven Beach. Schon von weitem konnte man den endlos scheinenden weißen Strand sehen. Was für ein Anblick.


An der Stelle wo wir abgesetzt wurden war keine Sau außer uns. Der Sand war weiß wie Schnee und hatte eine Konsistenz wie Puderzucker. Einfach nur unglaublich! Ein extrem geiles Gefühl durch so einen Sand zu warten. Nach einem 2 Kilometer Spaziergang am Strand, zwischen dem feinsten Sand den es vermutlich auf der Welt gibt und azurblauem Wasser, auf dessen Wellen Meeresschildkröten reiten, wurde ich mit dem schönsten Anblick belohnt den ich jemals gesehen hab. Die Lagune des Whitehaven Beach! Ich kann gar nich erklären wie ich mich gefühlt hab, das war einfach unbeschreiblich. Ein riesiger weißer Strand, türkisfarbenes Wasser und dahinter grüne von Bäumen überwucherte Berge. Das muss das Paradies sein, hier wollte ich nie wieder weg. Man geht ein paar Meter ins Wasser und der Fuß sinkt sofort tief ein. Der Sand war so locker das massenweise Luftblasen mit jedem Fußtritt aufstiegen. Kleine Bunte Fischschwärme schwimmen vor den Füßen und ab un an schreckt mal ein Manta- oder Stachelrochen aus dem Sand empor und gleitet durchs Wasser, welches Kristallklar ist. Da hats mich natürlich extrem angepisst, nicht zu wissen ob die Kamera überhaupt funktioniert. Eine Spiegelreflex, das wärs! Anders kann man so etwas nicht annähernd festhalten. Die Stunden dort in absoluter Ruhe vergingen wie im Flug, ich sollte vielleicht am besten hier bleiben und mich von Kokosnüssen und Fischen ernähren.

Im Anschluss darauf ging es zu unserem letzten Schnorchelspot, den fand ich aber weniger Spektakulär. Eigentlich begab ich mich auf die Suche nach Nemo, von dem hier ungefähr ein halbes Dutzend Familien ihr Unwesen treiben sollen. Leider erfolglos. Spektakulärer war hingegen das 1 Meile von unserem Spot entfernt ein ca. 1,50 Meter großer Hai rum schwamm. Um keine Panik auszulösen wurden wir alle nach und nach aus dem Wasser geholt. Die Zeit war eh schon ziemlich um und wir mussten uns schon wieder auf den Weg Richtung Airlie Beach begeben. Ein unglaublich schöner Trip dem ich jedem empfehlen würde. Das war echt etwas, das jeder in seinem Leben gesehen haben sollte, den Worte können nicht im geringsten die Emotionen ausdrücken die man dabei empfindet! In Airlie Beach angekommen, konnte ich dann endlich ma meinen SD- Karte in den Laptop hauen und schauen ob die Fotos was geworden sind. Viele Fischfotos sind leider gar nix geworden, andere nur halbgscharig, einige Fotos können sich aber auch echt sehen lassen. Jetzt war es auch langsam Zeit für den Weg zum Bus der mich Cairns fahren soll. Der kam aber statt um 20:20 Uhr aber erst um 21 Uhr und so langsam war ich richtig müde. Ich hatte aber auch eine 10 Stunden fahrt vor mir, von daher kam mir das ganz gelegen.

In der Früh um 7 bin ich in Cairns angekommen. Mal wieder Großstadt unso....irgendwie hab ich mir Cairns vorgestellt wie Miami mit Hochhäusern un son kram. Ich war zwar noch nie in Miami aber eben das Bild was ma so aus Film und Fernsehen kennt. Is aber trotzdem ganz schön hier. Mein erster Weg hat mich erstmal auf den Weg ins Shoppingcenter geführt um ma nach ner neuen Kamera ausschau zu halten. Wichtig dabei war mir zwischen 8-10 Megapixel und ein optischer Zoom von mindestens 7x. Mein bisherige Kamera hat 8MP und einen optischen Zoom von 7x und hat nur 170 € gekostet, aber irgendwie find ich hier nix was dem auch nur annähernd nahe kommt, vorallem nicht in der Preisklasse. Noch mehr langweilt mich, das bei jeder DigiCam das Objektiv rausfährt, bei meiner aber nicht, was heisst ich darf mir auch wieder eine neue Wasserdichte Tasche kaufen. Das hat ich eigentlich in meine Reise so gar nich mit eingeplant. Nach dem ersten sporadischen rumschauen machte ich mir erstmal so meine Gedanken und begab mich auf den Weg zum Strand von Cairns. Mein weg führte an einem großen Baum vorbei aus dem grelle Geräusche kamen. Erstmal habe ich mir nix dabei gedacht bis ein Schild am Wegesrand drauf aufmerksam machte das hier Fledermäuse hausen und man das doch bitte berücksichtigen sollte...Fledermäuse? Ich richtet mein Blick richtung Baumkrone. FUCK! Der ganze Baum hing voll von den Viechern. Krasser Anblick, hier hätte ich echt gerne eine Cam gehabt.

Als ich dann so vorm Mäggi saß und meine emails gecheckt hab, sprach aufeinmal eine Frauenstimme: „Hallo Markus!“ WTF?! Wer zum Teufel kennt mich den in Cairns? Und aufeinmal setzten sich Lena und Kathy an meinen Tisch, die ich in Melbourne kennen gelernt hab. Unglaublich, damit hätte ich ma garnich gerechnet. Die Mädels sind am selben Tag ungefähr ne halbe Stunde später nach Cairns gekommen und wohnen auch noch zufällig im selben Hostel. Was es nich alles gibt. Sie haben davor 6 Wochen in Alice Springs gearbeitet, aber denen wurde es da so langsam doch ein wenig zu warm. In Cairns is das aber a ned grad besser. Obwohl es komplett bewölkt ist, drückt so eine enorm schwüle Hitze alles zu Boden. Lena und Kathy wussten auch gleich wo ma im Cairns gratis bzw. günstige Abendessen abstauben kann. Leider stellte sich dann am Abend heraus das Gratis nicht umsonst ist. Es musste ein Getränk gekauft werden, war ja eigentlich in Ordnung, nur das ein Pint Bier oder Cider 6,50 kostete. Mein teuerster Pint seit dem 9$ Pint in Adelaide. Das Dinner bestand aus Grillen. Eine Scheibe Sandwich, a bissl Salad und ein Stück Känguruh, Krokodil oder eine Rinderwurst. Das hätte ich mir daheim auch besser und günstiger machen können. Das ursprüngliche Plan war eigentlich ne kleine Pubcrawl zu starten. Daraus wurde aber nix, da die Power Hour eingeleitet wurde. Zahle 6$ und trink eine Stunde lang soviel du willst. Da mach ma mit! Die Zeit bis dahin wurde mit kleineren Spielen vertrieben bei denen man ein Jug gewinnen konnten. Kurz vor beginn der Spiele haben wir zwei weitere Deutsche Mädels kennengelernt die grade von einer Tour von der Passion zurück kam, dem Boot auf dem Kathrin gearbeitet hat. Und wie der Zufall so wollte kam dann auch noch der Tauschlehrer vorbei mit dem Sie die ganze Zeit zusammen gearbeitet hat. Unternter und gegenüber von dem Balkon befanden sich drei Bäume die aussahen als währen Sie komplett mit Mangos behangen. Die grün-gelblichen Dinger waren Allerdings keine Mangos, sonder Papageien.. grob geschätzte 400 Papageien auf drei kleinen Bäumen. Damn, auch da hätte ich wieder zu gern eine Kamera gehabt! Während der Power Hour habe ich dann in der Bar noch einen Kerl getroffen, den ich im Hostel im fuckin Bundaberg kennengelernt hab. Unglaublich wen ma so alles wieder trifft.
Mein heutiger Tag begann dann wieder mit der Überlegung nach einem Fotoapparat. Der Gedanke nach einer Spieglreflex hatte sich nun irgendwie manifestiert. Man kann ja wenigstens ma schauen obwohl se sehr teuer sind. Durch meinen Streifzug durch sämtliche Läden die Fotoapparate anbieten, vergleiche und Recherchen im Internet bin ich dann an drei Cams hängen geblieben. Zum einen die „Samsung WB500“ Compact Cam für 329$ was ungefähr 200€ sind und somit ungefähr 50€ billiger ist als in Deutschland, der„Canon SX20 IS“ für 729$ , die allerdings mit einem 20x Weitwinkel Objektiv kommt, und der "Canon EOS 1000D" für knapp 1000$ aber mit 2 Objektiven. Das wäre jedoch ein enormer Einschnitt in die Reisekasse und wieder paar Kilos die ich rumschleppen darf. Andrerseits ergeben sich viel geiler Bilder.
Hmmm.... Liebe Schwester und Schwager, ich glaube ich muss euren BAFA Anteil für eine Kamera einbehalten, und sage DANKE SCHÖN für euer großzügiges Weihnachtsgeschenk! Ma Spass beiseite. Ich mach mir da Gedanken drüber und dann wäge ich ab. Scheiße is natürlich auch das meine Kameratasche nun für mich wertlos is und sie nebenbei erwähnt in Cairns nur 60$ kostet.
Auf jeden Fall relativ bald, da ich mit den Mädels nen Camper mieten möchte und dann zu den Milla Milla Wasersfällen fahren wollte. Und von dort möchte ich auf jedenfall geile Bilder haben. Und natürlich von meine Tauchgang den ich auch auf der Passion abhalten werden....
We will See!
Alter... ALTER... LEGEN...Fuckin...DARY!!! Das is ja echt die härte man. Du kannst dich echt glücklich schätzen, das du sowas erleben darfst man! Lass kurz meinen Neid aus mir sprechen: DIE OF METEOR! :D
AntwortenLöschenEcht hart man.. ich glaub alle daheimgebliebenen sind spätestens jetzt, extrem neidisch auf dich!
Lass da guad gehn digga!
Viele grüße aus dem 5°(!) warmen München....
Stefan
Lieber Markus,
AntwortenLöschenich glaub dir brennt der Hut, nen Weihnachtsgeschenk von 1000 Euro, 100 wären OK und zu Deinem Geburtstag nochmal 100 und dann brauchste nur noch 800 ;-). Oder du gibst uns einfach im September 2500 €, also das Geld angemessen verzinst, zurück. Zur Not musst du halt wieder Tomaten pflücken. Bis bald
@stef
AntwortenLöschenjamann, hier is echt burner :D
@jespi
problem kömma ganz einfach lösen! studierst 2 semester weniger und schon hat sich des amotisiert ;)