Freitag, 4. Dezember 2009

Sydney sehen...und leben?



Jaja ich weiß, is lange ruhig um mich geworden....



Das frühe Aufstehen ging recht problemlos und beim Check Out hab ich sogar noch Garry, den Iren aus meinen Zimmer getroffen der wach geblieben is um mich zu verabschieden. Eigentlich kam er auch grad erst vom feiern, aber is doch bis in den Morgen Stunden in der Lobby gesessen um mich nich zu verpassen. Gechilltes Kerlchen. Am Flughafen dann die erste Hürde, ob ich spitze Gegenstände im Handgepäck hab, falls ja, der Detektor findet es. Ajo, mein Taschenmesser müsste im Rucksack sein. Doch nach fünf Minuten suchen hab ichs nich gefunden. Muss wohl doch schon im großen Rucksack sein. Als ich dann vor die Tür ging um eine zu rauchen schaute ich nochma nach... Natürlich war es nich im großem Rucksack. Fuck! Wieder an den Schalter und fragen was abgeht. Noch ne Tasche einchecken. Da blieb wohl nur mein Rucksack, also alles inne Plastiktüte packen was ich brauch und das Handgepäck mit dem Taschenmesser abgeben. Zugegeben kam ich mir da schon n bissl assi vor, mit soner kleinen schimmligen durchsichtigen Plastiktüt eus Supermarkt, mit Laptop, Kissen und Sweater am Flughafen rum zuchecken, aber hilft ja eus nix.



Die fahrt zum Hostel begann wie eine fahrt nach Hause. Ich fuhr durch Isarvorstadt, der Au, Schwabing, den Giesinger Berg runter, und quer durch Laim, und das alles in 15Minuten. Strange, da is man 20.000 Kilometer von Zuhause entfernt und alles erinnert einen an das geliebte München. Meine Gefühle lagen zwischen nach „ich bin wieder daheim“ und „ich will wieder heim“. Schauma erstma was Sydney so zu bieten hat. Vorab hatte ich schonma erkundigt in welchem Hostel Julia residiert und wies da so is. Ihre Antwort war positiv, also beschloss ich mich auch dort einzuquartieren. Leider übermittelte sie mir jedoch eine Fehlinformation. Das 16 Bett Dorm kostet nich 16$ sondern 26$, in anbetracht dessen, das hier die Preise pro Nacht an den 40$ kratzen durchaus akzeptabel. Wie der Zufall so spielt, kam ich ins gleiche Zimmer wie Sie. Das erste was mir in Sydney auffiel, war das hier alles extrem weihnachtlich geschmückt war. Als selbst ernannter Weihnachtsfeind, nich grad der beste Einstieg. Ich schlug dann vor zur Harbour Bridge bzw. zum Opernhaus zu gehen um uns dort den Sonnenuntergang anzuschauen.... Leider hatte es Julia nich allzu sehr mit der Orientierung, geschweige den midm Stadtplan lesen. Resultat war das wir ne halbe Stunde in falsche Richtung gelaufen sind bis wir mal genauer den Stadtplan inspiziert haben. So fand mein erster Opern Anblick in der Dunkelheit statt.



Das zweite was mir aufgefallen is, Sydney wimmelt nur so von Kakerlaken. Überall wo ma hinschaut wimmeln die rum. In zwei Tagen Sydney, hab ich mehr Schaben gesehen als in den 10 Wochen davor. Am Donnerstag hieß es für Julia zurück nach Deutschland und für mich begann die Arbeits und Wohnungssuche. Was da stark entgegen gerudert hat, war das seit Freitag mein rechter Knöchel ungefähr 10cm über dem Spann weh getan hat. Das Laufen wurde sehr Schmerzvoll, jedoch eine Verletzung der Bänder konnte ich ausschließen, mit denen habe ich in den letzten Jahren reichlich Erfahrung gesammelt. Das hat das ganze Gesuche natürlich extrem eingeschränkt, da lange Strecken laufen nich so easy war.. Wieder der schmerzen ging es dann noch nochmal am Samstag mit Emily aus Belgien zur Oper und in den Botanischen Garten. Im Botanischen Garten angekommen, haben wir auf der anderen Seite ein elektronisches Musikfestival erblickt. Umts, Umts, Umts, geil, da müssma hin. Wie sich herausstellte, das Harbour Festival, das aber seit Wochen ausverkauft is. Auf ma richtig Party machen hat ich ma wieder derbe Bock.. Einer der Sachen die ich sehr vermisse. Feier mäßig sind die nich so auf meinem, nennen wir es mal „Niveau“.




Tags darauf entschloss ich mich dann doch mal n paar Schmerztabletten zu kaufen. Ich hielt es noch nicht angebracht genug um zum Arzt zu gehen und wenn man ein Leiden nich beseitigen kann, dann zumindestens die Symptome. Apotheken sind hier wie ein kleiner Supermarkt aufgebaut, ausgenommen verschreibungspflichtiger Medikamente. Die Empfehlung der „Apothekerin“: Nurofen: ein Ibuprofen-Codein gemischt. Codein?! Sowas gibt’s bei uns nur auf Rezept. Kann ja entpannt werden. Die Wirkung hielt sich dennoch in Grenzen, aber das kannt ich ja schon von der Weißheitszahn OP. Der Kieferorthopäde riet mir einfach noch ne Ibuprofen 400 dazu zu nehmen. Aber hier so ganz ohne ärztliche Anweisungen... Wirklich Abhilfe schaffte der halbe Liter Energie Drink den ich von da an mit zu mir nahm. Richtig entspannend, morgens 2 Tablette + Energie einzunehmen und dann im botanischen Garten Pfannkuchen mit Marmelade zu Frühstücken. Das is ein Leben!


In der Zwischenzeit gings natürlich weiterhin auf Wohnungs/Arbeitssuche. Ich hab Wohnungen gesehen, da fallen dir die Augen raus... aber nich aus Enthusiasmus. Minimalster Raum, maximal vollgestopft! Und fast nur mit Asiaten bevölkert. Ich hab nix gegen Asiaten, wobei manchma a Spray oder ne Salbe ganz nice wär. Nach ner Woche kam ich dann zu Dany aus Indonesien, der mir Anbot für 10$ die Nacht im Wohnzimmer auf der Couch zu schlafen. Das war für mich völlig in Ordnung. Weitaus billiger als jegliches Hostel uns das Wohnzimmer war der größte Raum in der Wohnung. So wohne ich nun also mit 2 Japanern und einer /in, einer Hongkongerin, einem Kolumbianer, einem Indonesier und einem Südkoreaner. In dem Apartment Haus gibt es einen Swimmingpoo, ein Fitness Studio, ja sogar einen Squash Court ist vorhanden. Und endlich ne gscheidn Waschmaschine mit der ma auch heiß Waschen kann. Da hätte ich mein weiß-grünes Lieblings Shirt mit den Rotwein Flecken gar nich wegschmeißen brauchen...naja, nacher is ma immer schlauer. Die Wohnung is nich die sauberste, aber ich war schon in schlimmeren Hostels. Was mich dabei richtig derbe stört das die Asiaten alle so krass schmatzen beim Essen. SOO WIEDERLICH! Ich hasse leute die schmatzen wie die Pest, da könnt ich ausflippen! Mit Kopfhören und Sound im Ohr lässt sich auch das einiger maßen bewältigen. Sydney, zumindestestens der CBD, scheint eh nur aus Asiaten zu bestehen, während in Melbourne die Quote bei ca. 40% lag und in Cairns bei 55% ist hier im CBD der Asiatische Anteil bei ca. 85%.




Die Tage verstrichen ohne Arbeit und ich hab mich wirklich überall beworben. Von Restaurants über Cafes, zu Geschenkshops und Kleidungsläden, Spielzeug Promoter und sogar als Aupair... bis dahin nichts. Der immer stärker werden Australische Dollar bekommt meinen Finanzen auch nich grade wirklich gut. Vor einem Jahr hatten wir einen Kurs von 1€ zu 2,30$, per 03.12. einen Kurs von 1€ zu 1,62$ Und so langsam begann Sydney mich zu langweilen, den hier isstes in erster Linie unglaublich hektisch und stressig. Was soll man auch erwarten von einer Stadt in der 4,12 Millionen Menschen leben, davon allein 3,64 Millionen im innerstädtischen Gebiet. Gefreut habe ich mich als Tom den ich in Cairns kennen gelernt hab nach Sydney gekommen ist, da er auch von hier wieder nach Hause fliegt. Sein Hostel das zur YHA Gruppe gehört, liegt in „The Rocks“ was so ziemlich genau an der Harbour Bridge liegt und von der Dachterasse aus, hatte man einen wunderschönen Überblick über das Opernhaus und die Brücke. Das lässt sich das YHA mit 42$ die Nacht auch einiges kosten. Da war es natürlich nur angebracht das wir auf ein Bier durch Sydney ziehen. Am Tag darauf fand dann das Steresonic Festival statt mit einem Line Up das mit der Zunge schnalzen lässt. John Dahlbäck, Alter Ego, Laurent Garnier, Miss Kittin & The Hackers und viele weitere! Ich hab noch versucht Karten zu bekommen, aber da Tom die SMS zu spät gelesen hat wurde das nix mit den Karten weit unter Normal Preis und Tageskasse 140$ war mir dann doch n bissl to much. Teile des Festivals erlebte ich so nun auf einer Wiese vor dem Festivalgelände. Auch hier habe ich wieder festgestellt wie sehr ich das Feiern vermisse. Was mich wirklich beeindruckt hat, war das hier unglaublich viele „Digitalism“ kennen, Belgiern, Iren, Franzosen und sogar die Australier und Neuseeländer. So erobern wir die Welt also nun musikalisch.
Musiktipp: Digitalism – Pogo! Wie immer ist Youtube euer Freund.



Am Wochenende sollte dann auch die Christmas Parade stattfinden. Um halb 11 haben wir uns getroffen, aber irgendwie schien auf der Straße weder etwas vorbereitet zu sein, noch standen Passanten rum oder die Straßen waren gesperrt. Sind wir hier wirklich richtig? Is das wirklich heute? Anscheinden ja, den der Mensch am Infostand hat uns voller Elan berichtet wo und wann es losgeht, also warten...und warten....und weiterhin warten...aber nix passiert. Was is den hier los?! Etwas später haben wir dann herausgefunden das die Parade aufgrund mangelnder Spenden Unterstützung gecancelt wurde. Hatte mich schon darauf gefreut in T-shirt, Shorts und mit nem Bier in der Hand Weihnachten zu feiern. Obskure Vorstellung, einfach ma was total andres. Wir hatten uns schon darauf gefreut und eingestellt, unter andren Bedingungen steht ja am Sonntag keiner zu solch unchristlichen Zeiten auf. Alternativ Plan war an den Darling Harbour nen Kaffee trinken zu gehen und den Tag etwas genießen. Für Toni aus der Schweiz hieß am Sonntag Abend schon wieder nach St. Gallen zu starten, auch Sie wär gern noch etwas länger in Australien geblieben sowie auch Tom der Tags darauf sich in den Flieger über München nach Waging hockte. Jedoch nicht bevor einen Abstecher in den Löwenbräu Keller gemacht zu haben und dort ne Wiesnbier Halbe zu trinken, bei dem ich mich im übrigen auch beworben hab.




Die neue Woche begann wie die alte aufgehört hat, mit der Suche nach Arbeit. Kathrin hatte mir erzählt, es hat 5 MONATE gedauert bis Sie den ersten Job hatte. Harter Shit. Meine Theorie war eigentlich, große Stadt, viele Leute = viele Jobs. Die Praxis ist aber leider eine andere. Jobs gibt’s bestimmt genug, man muss Sie nur finden. Es gibt eben Leute den fliegen die Jobs zu, anderen eben nicht. Unglücklicherweise gehöre ich zu letzterer Kategorie. Von all der Arbeit hatte ich mir dann auch mal einen freien Tag verdient, also ging es zum Bondi Beach, einem der berühmtestens Strände Australiens und Surfspots überhaupt. Ein geiler Strand mit geilen Wellen, hier gfiels ma weitaus besser als im Stadtzentrum. Sofern ich ne Arbeit find, sollte ich mir vielleicht überlegen hierher zu ziehen. Primärziel: Am Strand liegen! Dumm nur das ich meine Sonnencreme daheim vergessen hab. Ich hatte mich zwar daheim reichlich eingschmiert, Bauch und Brust sind allerdings rot wie das Jäcken des Sandmanns. Drei Stunden in der prallen Sonne im Herzen der Ozon freien Zone sind dann doch a weing zu arg. Heute sollte es dann in die Blue Mountains gehen, aber zum einen habe ich verschlafen und zum anderen war es ein bisschen zu kühl. Ich hab ja Zeit












3 Kommentare:

  1. Krass alter, hast scho gut abgenommen. Wünschte das könnt ich auch von mir behaupten.

    Naja, ich hoffe dir geht bald die Kohle aus und du findest keine Arbeit und kommst ganz bald zurück! :D

    Gruß,

    Stefan

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  2. jamann echt heftig, würd mich gern ma auf ne waage stellen! muss auf meine finanzen achten, da bleibt kein geld für essen übrig ;)

    sag das nich zu laut, am ende mach ich dich noch dafür verantwortlich xD

    greetings ins snowy minga ausm sunny sydney

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  3. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, komm nach Hause....

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