Der Tag für die fahrt nach Adelaide als zwischenstop begann um 5:30 Uhr Morgens., und erstma festgestellt das ich mir ne Erkältung eingefangen hab. Passt ma eigentlich garnich in den Kram. Mein Zug ging zwar erst um 8:00 aber man will ja frisch geduscht geduscht sein und ich wollte noch vor 24Uhr Deutscher Zeit Geburtstagsgrüße versenden.
Bei der Ankunft machte sich das geile Wetter wieder voll bemerkbar. Es regnete. Aber das kannte ich ja schon. Einen Tag zuvor, also am Montag hatte es in Adelaide krasse Unwetter mit heftigen Blitzen und Niederschlägen gegeben. Leider war auch die Wahl meines Hostel, wie das Wetter. Beschissen. Ich hab ne runde um den Block gedreht und auch die Nachbarschaft war Beschissen, eigentlich fand ich ganz Adelaide Scheiße und war froh das ich bald raus bin aus dem Drecksloch.
Ich hab mich dann um 20 Uhr mit den 4 Mädels (ihr erinnert euch) in Ihrem Hostel getroffen, da die in Adelaide n Zwischenstopp auf den Weg nach Alice Springs machen bzw. nicht besser Planbar war. Dort auf dem Balkon hab ich einen echt interessanten Typen kenne gelernt der auf der Klampfe zockte. Alex, 23 Jahre alt gebürtig am Bodensee, meidet es aber deutsch zu reden. Studienabbrecher, seit fast 3 Jahren auf Tour durch Singapur, Neuseeland und nun Australien mit quasi keinen Cent in der Tasche. Ganz Kohle in den ersten 2 Monaten Neuseeland verballert, hat angefangen mit jonglieren, Feuerschlucken und -spucken und Zaubertricks. Und so schlägt er sich nun durch. Mit seinen letzten 120$ nach Australien geflogen da sein Visum abgelaufen ist. Der konnte Geschichten erzählen, aber das würde den Rahmen sprengen.
Kurz gesagt: Seine Reisephilosophie hat mich beeindruckt, denn so stell ich mir das eigentlich vor. Fernab von deutschen Tugenden wie Planung, Sicherheit, was kommt danach, was wird erwartet. Das Leben passiert heute denn was weiß ich was Morgen passiert.
Am nächste Morgen in Adelaide bin ich dann erstma auf Entdeckungstour durch die Straßen gezogen. Das erste woran ich vorbei gekommen bin war Chinatown. Heilanzack, noch mehr Asiaten. Wenn ich mir vorstell das wir soviel südländische Immigranten hätten. Jesus!
Auf zum Flughafen. Ich hatte schon von den Sandstürmen über Sydney gelesen, die Ausmaße waren mir aber noch nicht bekannt. Der Busfahrer hatte uns schon erzählt das viele Maschinen arge Verspätungen hatten. Ich hatte mir da eigentlich weniger Sorgen gemacht ich wollte ja nach Brisbane was weiter nördlich liegt. Als eine durchsage kam das der Flug nach Sydney gecancelt wurde hab ich mir immer noch nix dabei gedacht. Auch nicht das mein Flug mit Verspätung starten sollte, der Flieger muss ja die Ostküste irgendwie hoch. 10Minuten vorm Boarding wurde dann auch mein Flug gecancelt.....Na Super....und nun? Alle Passagiere mussten wieder ihr Gepäck abholen und zum Check in Schalter. Da mein Rucksack ziemlich spät raus kam stand ich gaaaaaaaaaaaaaaanz weit hinten in der Schlange. Wie könnts besser kommen, vor mir eine Familie mir Ihrem Unglaublich, Unglaublich, Uuunglaublich, ganz Unglaublichen furchtbaren Sohn der ca. 3 Jahre alt war. Das nervige Dreckbalg hat in einer Tour rumgeschrien: „, mom MOOOM, MOOOOM, MOOOOOMI, MOOOOOOMMMI“ „i´m waiting, I AM WAITNG I AAAAM WAAAITNG“ wenn es nicht gemault hat, hat es geweint. Ich sags euch, wenn die Mutter nich irgendwann gesagt hätte es soll endlich die Schnauze halten hätt ich es gemacht aber weniger freundlich. Musst mich´eh schon derbe zamreissen, das ich dem Drecksbalg keine Aufstreich und den Hals umdreh. Gott sei Dank hat der Vater den Sohn dann beiseite geschafft, aber es war unvermeidlich das er wiederkommt und weiter Terror macht. Ey, never ending Story.
Merke: Aggressionsbewältigung durch Meditation, krampfhaftes umklammern des Rucksackes und der Vorstellung den Kopf eines nerven den Kindes mit Anlauf durch eine Fensterscheibe zu pressen können enorme Hilfsmittel im Alltag sein.
Lieber Markus,
AntwortenLöschensollche erlebnisreichen Tage sind wenigstens nicht langweilig.Du hättest dich mit dem kleinen schreienden Ungeheuer unterhalten können, dann wär für beide die Zeit nicht so lang gewesen.
Viele schöne Erlebnisse bis bald
deine Mama
... und wieder hat Holland für die richtige Entspannung gesorgt - so muss`s sein.
AntwortenLöschenGenieß die Zeit, geht schneller vorbei als de denkst bist ja auch schon 14 Tage = 2 Wochen = einen halben Monat weg!
Die Holländerin in München vermisst dich zumindest... Bis bald in Thailand...